Windisch
Mangels Alternative: Einwohnerrat sagt Ja zu Verbandsbeitritt

Der Einwohnerrat sieht zwar kein Sparpotenzial, gibt aber trotzdem grünes Licht für den Gemeindeverband Soziale Dienstleistungen Region Brugg – als Zeichen der Solidarität. Auch der Treffpunkt Intergration kann um zwei Jahre weitergeführt werden.

Claudia Meier
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Ob Kinder, Erwachsene oder Jugendliche: Drei Vereine werden zum Gemeindeverband Soziale Dienstleistungen Region Brugg zusammengefasst. (Symbolbild)

Ob Kinder, Erwachsene oder Jugendliche: Drei Vereine werden zum Gemeindeverband Soziale Dienstleistungen Region Brugg zusammengefasst. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

Die drei Vereine Kindes- und Erwachsenenschutzdienst (KESD), Jugend- und Familienberatung (JFB) sowie Mütter- und Väterberatung (MVB) werden per Januar 2016 unter dem Dach des neuen Gemeindeverbands Soziale Dienstleistungen Region Brugg zusammengefasst (die az berichtete). «Tendenziell gibt es immer mehr – vor allem auch komplexere – Fälle», sagte Gemeinderat Christoph Haefeli. Sowohl der Alleingang wie die Verbandslösung würden der Gemeinde ähnlich hohe Kosten verursachen. Aus Solidaritätsgründen mit den anderen Gemeinden empfehle die Exekutive den Beitritt, so Haefeli.

SVP-Zusatzantrag angenommen

Der Einwohnerrat genehmigte nach kurzer Diskussion mit 20 Ja- zu 10 Nein-Stimmen eine einmalige Zahlung von 74’077 Franken für die Ausfinanzierung des KESD zur Deckung der laufenden Kosten 2015 und zur Stärkung des Eigenkapitals für den Eintritt in den neu gegründeten Verband. Die Satzungen und der Verbandsbeitritt wurden schliesslich mit 29 Ja- zu 7 Nein-Stimmen gutgeheissen. Noch deutlicher – mit 33 zu 1 – sagte der Einwohnerrat Ja zum SVP-Zusatzantrag, wonach der Gemeinderat legitimiert wird, bei einer Änderung des Kostenteilers zuungunsten der Gemeinde Windisch eine separate Lösung zu erarbeiten.

Marcel Mösch von der SP wies in der Diskussion darauf hin, dass grosse Organisationen immer mehr kosten. FDP-Fraktionschef Philipp Umbricht beanstandete, dass die Botschaft viel zu spät komme. «Wir haben keine andere Option, als beizutreten.» Denn die Aufbauarbeit für den Alleingang hätte über ein Jahr gedauert. «Geben wir dem Verband eine Chance, vielleicht kommt es ja gut», schloss Umbricht sein Votum.

Treffpunkt Integration geht weiter

Vor einem Jahr wurde die Pilotphase des Treffpunkts Integration mit der Auflage verlängert, die Trägerschaft zu vergrössern. Das ist bisher nicht gelungen, wie Gemeinderat Haefeli einräumte. Die Kosten für 2016 konnten aber besser verteilt werden. So haben Brugg und Birr ihre Beiträge um je 5000 Franken erhöht. Gebenstorf und Hausen haben sich für ein Schnupperangebot entschieden. Der Einwohnerrat stimmte der Weiterführung für die nächsten zwei Jahre zu.