Brugg
Mammut-Projekt Akkord: Jetzt gehts an den Bau des neuen Pflegetrakts

Start zur zweiten – grössten – Bauetappe des Mammut-Projekts Akkord in Brugg: Angepackt worden sind die Vorbereitungsarbeiten für den 54 Mio. Franken teuren neuen Pflegetrakt. Dieser soll im Herbst 2016 fertig sein.

Michael Hunziker
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Pflegezentrum Brugg: Mammut-Projekt Akkord
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Vom Haus am Süssbachweg wird schon bald nichts mehr zu sehen sein
Erste Bauetappe - Endspurt bei den Arbeiten in der neuen Küche
Erste Bauetappe - die neue Wäscherei kann demnächst in Betrieb gehen
Das Haus am Süssbachweg wird abgebrochen
Auch dieser Bereich gehört zur neuen Wäscherei

Pflegezentrum Brugg: Mammut-Projekt Akkord

Michael Hunziker

In einem ersten Schritt werden der bestehende Pavillon sowie zwei Häuser am Süssbachweg abgerissen. Ein drittes Haus bleibt vorläufig stehen und wird noch für knapp zwei Jahre genutzt.

Gefällt werden weiter die Bäume. Leider müssten diese dem Neubau weichen, sagte Architekt Markus Schärer vom Büro Fugazza Steinmann Partner, Wettingen, an einer Presseorientierung am Mittwoch. Aber, fuhr Schärer fort, es würden wieder neue Bäume gepflanzt, denn für die Bewohner werde Wert gelegt auf eine angenehme Atmosphäre.

Gespräch mit Einsprechern

Hans Bürge, Geschäftsleiter der Stiftung Gesundheit Region Brugg, wies darauf hin, dass die Baubewilligung für den Neubau noch nicht rechtskräftig ist. Es seien vier Einwendungen eingegangen, mit allen Einsprechern habe die Bauherrschaft das Gespräch gesucht. «Wir sind zuversichtlich, dass wir einvernehmliche Lösungen finden», so Bürge.

Nach den Vorbereitungen kann voraussichtlich ab Ende November der Aushub an die Hand genommen werden, zuerst auf der Nordseite beim alten Spitaltrakt. Die Rohbauarbeiten sollen Anfang des nächsten Jahres beginnen und bis Sommer 2015 dauern. Es folgen die Baumeisterarbeiten bis zum vierten Obergeschoss, danach können die Fassade montiert und das Dach abgedichtet werden. Das Gebäude werde in kurzer Zeit dicht sein, hielt Architekt Schärer fest.

Ab Herbst des kommenden Jahres gilt das Augenmerk der Haustechnik sowie dem Innenausbau. Ein Jahr später schliesslich soll der Bau fertig sein. Einziehen werden die Bewohner des alten Hochhauses auf der gegenüberliegenden Strassenseite, des Alterszentrums Brugg. In der Folge wird das Hochhaus saniert und umgebaut. Entstehen wird ein Gebäude mit Alterswohnungen in den Obergeschossen sowie medizinischen Dienstleistungen im Erdgeschoss. Apropos Erdgeschoss: In demjenigen im bestehenden Pflegeheim wird eine Demenzstation untergebracht. In einer letzten, vierten Etappe schliesslich werden die Neubauten für das Wohnen im Alter realisiert. Abgeschlossen sein soll das insgesamt rund 100 Mio. Franken teure Projekt Akkord im Jahr 2019.

Ein regelrechter Hosenlupf

Bereits beendet wird in den nächsten Wochen die erste Bauetappe: die Sanierung und Erweiterung des heutigen Pflegezentrums. In etwas weniger als einem Jahr sind Spitalküche und Wäscherei umgebaut, Lüftungsanlagen erneuert, die Nordostfassade des Mittelbaus aus den Siebzigerjahren energetisch saniert und das Dachgeschoss als Provisorium für die Kindertagesstätte angepasst worden. Kostenpunkt: rund 8 Mio. Franken.

Es sei an verschiedenen Ecken des Gebäudes gebaut worden, stellte Hans Bürge fest. Er sprach von einer logistischen Meisterleistung, von einem regelrechten Hosenlupf, denn die Tätigkeiten hätten unter laufendem Betrieb ausgeführt werden müssen. Die Anforderungen an die Beteiligten seien hoch gewesen, immer wieder hätten Provisorien eingerichtet und wegen des Baulärms spezielle Zeitfenster geschaffen werden müssen. Bürge lobte das gute Zusammenspiel aller Involvierten.

Das grösste Vorhaben

Noch nie sei so viel investiert worden auf dem Areal des früheren Bezirksspitals Brugg, ergänzte Rolf Alder, Präsident Stiftung Gesundheit Region Brugg. «Es handelt sich um das grösste Bauvorhaben, das je realisiert wurde.» Seit der Schliessung des Bezirksspitals, fuhr Alder fort, sei viel passiert, Neues – wie das Haus der Medizin – habe sich entwickelt, ein breites und vielfältiges Angebot sei geschaffen worden.

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