Lupfig

Lupfiger Altersheim lädt Bewohner während Sanierung ins Baustellen-Café ein

Am 7. Januar startet der Umbau des Altersheims Eigenamt in Lupfig. Die Bewohnerinnen und Bewohner erfahren jeden Donnerstag im Baustellen-Café, was passiert. Gestern war Premiere: Sie wurde gut besucht.

Was die Bewohner des Altersheims Eigenamt fühlen, kann sich der Ennetbadener Architekt Fritz W. Gläser vorstellen: Gespannte Erwartung und Angst. Schliesslich werden die nächsten Monate kein Zuckerschlecken sein. Am 7. Januar beginnt der lang ersehnte Umbau des Altersheims Eigenamt (die az berichtete). Um die Bewohner vor den lärmintensivsten Arbeiten zu schützen, werden diese vom 14. bis 25. Januar an externen Orten untergebracht. Kommen sie nach Lupfig zurück, werden sie zwar noch kein neues Zuhause antreffen, «aber das Gröbste liegt hinter uns», sagt Gläser. Der Architekt weiss aus langer Berufserfahrung, wie wichtig eine offene Kommunikation ist. Deshalb wurde das erste Baustellen-Café gestartet, dem jeden Donnerstag ein weiteres folgen wird. Dann wird Gläser, dem auch die Bauführung obliegt, die Bewohner jeweilen über alle anstehenden Bauschritte informieren.

Stolperfreier Boden

Die Idee stiess auf lebhaftes Interesse. Zahlreiche Bewohner fanden sich bei Kaffee und Kuchen ein, um sich über die Vorarbeiten und die ersten happigen Bauarbeiten zu informieren. Vorerst zerstreute Gläser Bedenken im Hinblick auf die privaten Räume. «Niemand wird diese während Ihrer Abwesenheit betreten, es sei denn in einem Notfall. Und selbst dann, werden wir stets zu zweit sein.» Ein hörbares Aufatmen ringsum. Dann ging es Schlag auf Schlag weiter mit Informationen.

Bis zum 14. Januar müssen sich Korridore und Wohnnischen im Südturm leeren. Haben die Bewohner das Haus verlassen, werden an zwei Stellen (Südbalkon und Turm) Mauern rausgefräst; zudem wird der Maler Vorarbeiten leisten und: der alte Boden kommt raus. Der neue matte Belag heisst «Silence» und ist von Bewohnern und Personal ausgesucht worden. «Wenn Sie zurückkommen, wird der alte Boden nicht mehr und der neue noch nicht da sein. Aber es wird ein Unterlagsboden vorhanden sein, der stolperfrei ist.» Beifälliges Murmeln begleitete Gläsers Worte.

Erfreut nahmen die Bewohner auch Kenntnis von einer Rosine. Fritz W. Gläser: «Es wird im Eingangsbereich eine neue Decke sowie eine neue Beleuchtung geben.» Noch etwas: Spielt das Wetter mit, erfolgt am kommenden Montag auch der Spatenstich zum Wintergarten. Die Bewohner werden zweifellos auch darüber mehr erfahren – im Baustellen-Café, das bis zur Eröffnung des Altersheims im Sommer 2013 jeden Donnerstag ab 15 Uhr geöffnet hat.

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