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Lupfig: Eine kleine Gemeinde lockt grosse Firmen an

Das Datacenter Zürich-West von green.ch in Lupfig: Es wurde im März 2011 eingeweiht.

Das Datacenter Zürich-West von green.ch in Lupfig: Es wurde im März 2011 eingeweiht.

Bald zieht ein grosser amerikanischer Kunde ins Datacenter Zürich-West der Firma green.ch ein. Das Softwareunternehmen AppRiver verlegt ihren europäischen Hauptsitz in die 2133 Einwohner Gemeinde Lupfig. Und die Gemeinde hat guten Grund zur Freude.

Gute Nachrichten heben die Stimmung. Dieser Aussage stimmen Franz Grüter, CEO der in Brugg domizilierten Firma green.ch und Richard Plüss, Lupfigs Gemeindeammann vorbehaltlos zu.

Beide haben Grund zur Freude: Mit dem amerikanischen Softwareunternehmen AppRiver zieht die green.ch einen Grosskunden an Land, respektive in ihr Datacenter auf der grünen Wiese.

Das US-Unternehmen ist Marktführer für Virus- und Spamschutz sowie Verschlüsselungsdiensten im Internet. Die mit zehn Jahren noch junge AppRiver ist in Florida zu Hause.

Nun verlegt sie ihren europäischen Hauptsitz nicht in eine Metropole wie London, sondern nach Lupfig – in eine Gemeinde mit 2133 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Perfekte Verkehrsanbindung

Die AppRiver ist beileibe nicht die erste Firma, die sich in der Eigenämter Gemeinde niederlässt. Tatsächlich haben sich grosse Arbeitgeber seit den Sechziger- und Siebzigerjahren immer wieder in Lupfig angesiedelt.

Dazu zählen beispielsweise Amag AG, Antalis AG, Suhner AG sowie der Flugplatz mit Fliegerschule und Restaurant: Sie alle führen eine friedliche Koexistenz neben kleineren Firmen und einem starken Gewerbe.

Lupfigs Gemeindeammann Richard Plüss führt den Ansiedlungswillen von in- und ausländischen Firmen auf mehrere Umstände zurück: «Die regionale Verkehrsanbindung unserer Gemeinde ist mit Bahn und Autobahnen, die nach Zürich, Basel und Bern führen, perfekt. Dazu kommt, dass Lupfig seit über zehn Jahren einen Steuerfuss von 95 Prozent aufweist.»

Diese Konstanz wirke auf Firmen bestimmt attraktiv, ist Plüss überzeugt. Der Gemeindeammann freut sich am meisten darüber, dass «das Standortmarketing offenkundig Früchte getragen hat».

Plüss spielt damit auf den Entwicklungsschwerpunkt Eigenamt (ESP) mit seinen Arbeitsplatzgebieten von kantonaler Bedeutung an. Gemeindeammann Plüss wie CEO Grüter sind stolz auf einen Kanton, der zur eigentlichen Hightech-Region geworden ist. Natürlich hofft Plüss, dass mit AppRiver ein «guter Steuerzahler» gefunden worden ist.

Wie geht es weiter?

«Ab 1. März werden zwei Personen aus den USA bei AppRiver arbeiten; die anderen Mitarbeitenden werden aus der Region rekrutiert», betont Franz Grüter.

Weitere Arbeitsplätze gibts im Sommer. Dann wird die Firma Stiebel Eltron AG ihr 12,7 Millionen Franken teures Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien einweihen. Auf diesen Zeitpunkt wird das Unternehmen, das bald 80 Mitarbeitende in der Schweiz beschäftigen wird (wovon 40 vornehmlich in Lupfig), von Pratteln nach Lupfig dislozieren. 

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