Windisch
Lina-Maries Sprung aus dem Fenster: Es war doch kein Einbrecher

Die 13-jährige Lina-Marie aus Windisch sprang am Freitag aus Angst vor einem Einbrecher aus einem Fenster und brach sich das Schienbein. Jetzt hat sich der vermeintliche Einbrecher gemeldet. Es war ein Besucher, der sich in der Tür geirrt hat.

Nadja Rohner
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Unbekannte brechen in Windischer Wohnung ein. Lina-Marie ist allein zuhause und springt aus Angst aus dem Fenster. Sie bricht sich das Schienbein.

Unbekannte brechen in Windischer Wohnung ein. Lina-Marie ist allein zuhause und springt aus Angst aus dem Fenster. Sie bricht sich das Schienbein.

Tele M1

Letzte Woche hat aargauerzeitung.ch von Lina-Marie (13) aus Windisch berichtet, die auf der Flucht vor Einbrechern aus dem Fenster gesprungen war und sich dabei das Schienbein gebrochen hatte.

Gegenüber Tele M1 berichtete Lina-Marie von zwei Tätern, die miteinander Englisch gesprochen und versucht hätten, in ihr Zimmer einzudringen. Gestohlen wurde nichts. Mehrere Polizeipatrouillen fahndeten nach den Tätern.

Nun wird klar: Einen Einbruchversuch gab es nicht. «Es handelt sich um ein riesiges Missverständnis», sagt Barbara Breitschmid, Mediensprecherin der Kantonspolizei Aargau. Mittlerweile habe sich aufgrund der Medienberichte ein 63-jähriger Schweizer bei der Polizei gemeldet.

«Er wollte eine Bekannte besuchen, die neben der Familie von Lina-Marie wohnt. Offenbar hatte er die Berechtigung, ohne Anmeldung in deren Wohnung zu gehen.» Dabei habe sich der Mann in der Tür geirrt. Als er seinen Irrtum bemerkte, verliess er die Wohnung wieder - ohne zu merken, dass Lina-Marie in der Zwischenzeit vor lauter Angst aus ihrem Fenster gesprungen war.

«Wahrscheinlich hat der Mann mit sich selber geredet, weshalb das Mädchen glaubte, zwei Leute seien in der Wohnung», so Breitschmid.

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