Brugg

«Limiten werden relativ gut eingehalten»: Das sagt die Regionalpolizei zum Thema Tempo 30

Der Chef der Regionalpolizei Heiner Hossli.

Der Chef der Regionalpolizei Heiner Hossli.

In Brugg soll in den Quartieren Tempo 30 flächendeckend eingeführt werden. Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei sagt, warum die Einführung von Tempo 30 Sinn macht und welche Erfahrungen die Repol bisher damit gemacht hat.

Im Bezirk Brugg ist Tempo 30 flächendeckend bereits in Windisch, Birr, Hausen und Lupfig eingeführt worden. Zudem gibt es im Stadtgebiet von Brugg – genauer in den Ortsteilen Umiken (Aarestrasse) und Lauffohr (Dorfstrasse) – bereits eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Erfahrung der Regionalpolizei (Repol) Brugg zeigt, dass sich die Verkehrsteilnehmer rasch auf die neue Tempolimite eingestellt haben. «Bei den Geschwindigkeitsmessungen stellen wir fest, dass die Limiten relativ gut eingehalten werden. Auch in Quartieren, in denen Tempo 30 neu eingeführt wurde», sagt Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei. Aus Sicht der Regionalpolizei mache die Einführung von Tempo 30 Sinn. Dies, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. «Erwiesenermassen werden mit dieser Geschwindigkeit die Bremswege kürzer und die Folgen bei Unfällen sind weniger schwerwiegend», fügt Hossli an.

Apropos Unfälle: Da die Regionalpolizei Brugg nicht zuständig ist für die Tatbestandsaufnahme, kann sie keine generellen statistischen Auskünfte geben. Allerdings zeigt die Statistik mit den Unfällen in Quartieren von Brugg zwischen 2008 und 2017, dass in dieser Zeit total 144 Unfälle passiert sind. Davon 4 in Tempo-30-Zonen.

Einfluss auf Verkehrsinstruktionen

Im vorliegenden Tempo-30-Konzept sind die Unfallzahlen der letzten 5 Jahre aufgeschlüsselt. Insgesamt gab es auf den Gemeindestrassen der Stadt Brugg 77 Unfälle, davon 9 mit Fussgängerbeteiligung. Bei den Unfällen gab es 1 getötete Person, 8 Schwerverletzte und 32 Leichtverletzte. Zudem resultierten rund 400 000 Franken Sachschaden. Im Konzept wird darauf hingewiesen, dass es sich um eine Auswertung aller Unfälle auf Gemeindestrassen handle. Die Unfälle seien nicht zwingend auf unverträgliche Geschwindigkeiten zurückzuführen.

Für die Regionalpolizei würde es mit der Einführung von Tempo 30 in Brugg auch zu Veränderungen kommen. «Einerseits wird dies auf die Verkehrsinstruktionen an den Schulen einen Einfluss haben. Die Kinder werden vermehrt auf die Verkehrssituation hin geschult», sagt Hossli und ergänzt: «Speziell auch bei Strassenquerungen ohne Fussgängerstreifen.» Weiter werde die Repol anfänglich die Einhaltung der Tempovorgabe vermehrt überprüfen und messen müssen.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema Tempo 30 findet statt am 22. Januar, 19.30 Uhr, Singsaal Stapferschulhaus (2. Stock). 

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