Sinkende Kundenfrequenz, Online-Anbieter, Discounter sowie der starke Franken machen dem regionalen Detailhandel das Leben schon lange schwer. Vom schwierigen Marktumfeld betroffen ist auch das Familienunternehmen Schuhhaus Frank. Es sieht sich gezwungen, die beiden Filialen in Brugg und Rheinfelden zu schliessen. Die Familie Frank sei nach intensiven Gesprächen mit Branchenberatern zu diesem Entschluss gekommen, um die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu sichern, steht in einer Medienmitteilung.

«Diese Entscheidung war für unsere Familie sehr schwer, doch die wirtschaftliche Entwicklung hat uns keine andere Wahl gelassen», sagt Nicole Frank, Mitinhaberin Schuhhaus Frank. «Es ist keine schöne Zeit für unsere Familie. Unsere treuen Mitarbeiterinnen, die in diesen beiden Filialen vollen Einsatz gezeigt und immer mit viel Herzblut unsere Kunden beraten haben, werden uns fehlen», fährt ihr Bruder Oliver Frank fort.

Während über 20 Jahren hat Frank die Filiale an der Hauptstrasse 8 in der Brugger Innenstadt betrieben. Mit den Einnahmen konnten die Kosten seit einiger Zeit nicht mehr gedeckt werden. Zwei Angestellten musste gekündigt werden. Wann die Filiale genau schliessen wird, ist laut Nicole Frank noch nicht klar. «Sicher noch in diesem Jahr», sagt sie. Das Unternehmen sucht einen Nachmieter. Mit Frank verschwindet in Brugg ein weiteres Schuhgeschäft innerhalb eines Jahres. Im letzten Sommer schloss Bata seine Türen im Neumarkt 2. Nachmieter ist die Valiant-Bank.