Wenn heute Abend für die Mittwochsmusig erneut viele Besucher in die Badi Villnachern strömen, dürfte es für sie eines der letzten Konzerte an diesem lauschigen Ort sein. Denn Organisator Roberto Caruso schrieb gestern auf Facebook: «Leider ist es seit Kurzem auch traurige Gewissheit, dass wir in diesem Jahr zum letzten Mal Mittwochsmusig in der Strandbar Villnachern präsentieren können. Meine lieben Freunde Fernando Cassano und Gertrud Schrottenholzer werden per Ende Saison die Zelte der Strandbar abbrechen und den Pachtvertrag nicht mehr verlängern.»

Die Gründe dafür seien mannigfaltig. Caruso erwähnt, dass der Gemeinderat ihnen wiederholt Steine in den Weg lege. Die Veranstaltungen seien immer aus eigenen Mitteln finanziert worden und hätten die Gemeinde keinen Rappen gekostet.

Der zuständigen Gemeinderat Beat Buchle spricht von wiederkehrenden Diskussionen. Denn die Gemeinde Villnachern handle den Pachtvertrag mit den Strandbarbetreibern jeweils nach Saisonende für das folgende Jahr neu aus. «Der Gemeinderat schätzt deren Angebot mit Strandbar und Mittwochsmusig. Das ist eine wertvolle Bereicherung für die Badi Villnachern», sagt Buchle.

Im Sinne einer Gleichbehandlung wurde kürzlich aber auch diskutiert, dass die Organisatoren der Mittwochsmusig für jedes der acht Konzerte 100 Franken Gebühr an die Gemeinde bezahlen müssen. Nach intensiven Gesprächen hat der Gemeinderat für diese Saison davon abgesehen. Er hält jedoch fest, dass für die nächste Saison ein Benutzungsreglement ausgearbeitet wird, in dem die Benützung und die Gebühren für Anlässe in der Badi Villnachern, wie unter anderem die Mittwochsmusig, klar geregelt sind. Sollte die Strandbar wirklich nicht mehr weitermachen, was der Gemeinderat sehr bedauern würde, wird die Badi Villnachern ihren Betrieb nächstes Jahr allenfalls mit einem kleineren Kiosk fortsetzen.