Windisch

Lektionen sollen neu geregelt werden: FDPlerin kritisiert Stundenplan

«In der Primarschule gelten morgens Blockzeiten, nachmittags besteht jedoch erhebliches Verbesserungspotenzial», sagt Karin Hefti, Fraktionspräsidentin der FDP.

«In der Primarschule gelten morgens Blockzeiten, nachmittags besteht jedoch erhebliches Verbesserungspotenzial», sagt Karin Hefti, Fraktionspräsidentin der FDP.

Die Windischer Einwohnerrätin Karin Hefti will, dass die Unterrichtszeiten am Nachmittag neu geregelt werden.

Karin Hefti sieht erhebliches Verbesserungspotenzial bezüglich der Unterrichtszeiten an der Windischer Primarschule. Die Fraktionspräsidentin der FDP hat diesbezüglich ein Postulat eingereicht, das von fünf wei­teren Einwohnerrätinnen und Einwohnerräten unterschrieben wurde.

«Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt für berufstätige Eltern insbesondere mit mehreren Kindern auch 2020 eine Herausforderung», schreibt Karin Hefti einleitend. Einheitliche Stundenpläne und familienergänzende Kinderbetreuung unterstützten die Erwerbstätigkeit beider Elternteile und seien ein Standortvorteil, ist sie überzeugt.

Sie begrüsst, dass der Einwohnerrat in seiner ersten Sitzung dieses Jahr die Umnutzung des Lernschwimmbeckens in Tagesstrukturen bewilligte. Diese würden ausreichende Kapazitäten für die familienexterne Kinderbetreuung bereitstellen, findet Hefti. «In der Primarschule gelten morgens Block­zeiten, nachmittags besteht jedoch erhebliches Verbesserungspotenzial», betont sie.

Eine kürzere Mittagspause wäre besser

Der Unterricht beginne nicht einheitlich um 13.30 Uhr, sondern teilweise auch erst eine Lektion später um 14.20 Uhr. «Diese Stundeplangestaltung ist nicht mehr zeitgemäss», so Hefti. Die Betreuung in den Tagesstrukturen sei zwar in der ersten Nachmittagslektion theoretisch sichergestellt, «doch bevorzugen erwerbstätige Eltern und ihre Kinder eine kürzere Mittagspause und damit einen früheren Unterrichtsschluss».

Entsprechend werde eine externe Betreuung, wenn möglich, vermieden. Ein einheitlicher Nachmittags-Schulbeginn würde aus Sicht Heftis die Planungssicherheit erhöhen. Die Mittagspause dauere so ein Stunde und 40 Minuten. Das sei genügend, unabhängig davon, wo die Kinder das Zmittag einnehmen.

Störend an der Stundenplangestaltung sei auch, dass Geschwister inkompatible freie Nachmittage haben und die Kinder mit jährlich wechselnden Unterrichtsnachmittagen konfrontiert sind. «Berufstätige Eltern versuchen nach Möglichkeit, ihre Arbeitstage mit den Stundentafeln ihrer Kinder zu optimieren», schreibt Hefti.

«Angestrebt wird generell, dass die Eltern an jenen Tagen ar­beiten, an welchen die Kinder nachmittags Schule haben.» Aus ihrer Sicht würden fixe Tage mit Nachmittagsunterricht und/oder fixe freie Nachmittage pro Zeitprofil die Planbarkeit unterstützen. Es soll angestrebt werden, dass Geschwister in dasselbe Zeitprofil eingeteilt werden, um die Betreuung in der Familie zu erleichtern.

Mit dem Postulat wird der Gemeinderat dazu aufgefordert, per Schuljahr 2021/22 in der Primarschule am Nachmittag Blockzeiten von 13.30 Uhr bis 15.05 Uhr einzuführen. Und die Behörde soll prüfen, wie die Stundenpläne planbarer und geschwisterkompatibler gestaltet werden können. Bis im März 2021 soll der Gemeinderat dem Einwohnerrat Bericht erstatten. Der Einwohnerrat Windisch entscheidet an seiner Sitzung vom 21.Oktober über die Überweisung des Postulats.

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