Der Legionärspfad wurde bisher mit selbst erwirtschafteten Einnahmen, Beiträgen aus dem Swisslos-Fonds und Drittmitteln finanziert. Das pionierhafte Vermittlungsprojekt habe die Erwartungen seit dem Start im Jahre 2009 deutlich übertroffen, schreibt die Aargauer Regierung in ihrer am Freitag veröffentlichten Botschaft an den Grossen Rat.

Weil die Finanzierung aus dem Swisslos-Fonds jedoch Ende 2019 ausläuft, schlägt der Regierungsrat vor, den Legionärspfad dauerhaft als Standort des Museums Aargau und damit künftig über die ordentliche Staatsrechnung zu führen. Der Nettoaufwand für den Betrieb beträgt 680'000 Franken pro Jahr.

In Vindonissa, heute Windisch, bereiteten sich einst 6000 Legionäre auf ihre Einsätze vor. Der römische Kaiser persönlich war ihr Auftraggeber. Der Legionärspfad versetzt die Besucher spielerisch ins damalige Leben der Legionäre und hohen Offiziere.

Gezeigt werden Szenen anhand von Fundstätten, beispielsweise eine Offiziersküche mit Bildern und Gesprächen eines opulenten Festmahls, die mit Licht und Düften belebte Ruine der römischen Therme oder die einzige bis heute funktionierende römische Wasserleitung nördlich der Alpen.