Windisch

Legionärspfad-Saison wurde eröffnet

Hier wird Fladenbrot nach Rezept der Legionäre hergestellt. nn

Hier wird Fladenbrot nach Rezept der Legionäre hergestellt. nn

Das Eröffnungsfest im Legionärspfad Vindonissa punktete mit Attraktionen für Gross und Klein. So konnte man am eigenen Leib erfahren, wie es wäre ein Legionär zu sein.

«Wie es wäre, wenn ich Legionär wäre» – dies konnten die zahlreichen Besucher am gestrigen Eröffnungsfest zur neuen Legionärspfad-Saison mit Einweihung der Römerwerkstatt Fabrica am eigenen Leib erfahren. Gross war vor allem auch der Aufmarsch von Familien. Die Kinder widmeten sich denn auch mit Vergnügen den handwerklichen Angeboten: Sie mahlten Körner zu Mehl, was recht kräftezehrend war, kneteten Teig zu Brötchen, die dann im buchstäblich brandneuen Lehmkuppelofen gebacken wurden, oder formten Teig zu Fladenbrot, bastelten aus Karton Helme und Riemenschürze, setzten Scherben zu Amphoren zusammen, liessen sich als Legionär mit der erforderlichen Ausrüstung einkleiden.

Wie ein richtiger Legionär

«Die ist aber schwer», stellte ein Bub überrascht fest, aber auch stolz, sich nun wie ein «richtiger Legionär» zu präsentieren. Doch auch die Erwachsenen kamen voll auf ihre Rechnung, etwa bei der rituellen Einweihung des Backofens, beim Degustieren der feinen römischen Häppchen, auf Kurzführungen durchs Römerlager Contubernia oder bei der neu kreierten, fünfzigminütigen «Luxus- und Genuss-Tour» mit Audioguide im Legionärspfad.

Hier erfährt man auf drei Stationen, wer sich welchen Luxus in Vindonissa leisten konnte und was an Unterhaltung geboten wurde. Auf besonderes Interesse stiess sodann das neu ausgestattete und mit Malereien versehene Haus des Centurio, eines Offiziers. Diese Unterkunft ist zu einem Bijou geworden, das allein schon einen Besuch lohnt.

Immer wieder sonntags . . .

Thomas Pauli, Leiter Museen Aargau, zeigte sich gegenüber der az hoch erfreut, dass der Legionärspfad im dritten Jahr eine bedeutende zusätzliche Aufwertung erfährt. Was am gestrigen Eröffnungsfest ablief, wird künftig an allen Sonntagen daselbst wiederholt, wenn auch mit etwas reduziertem Angebot.

Die Besucher, Gross und Klein, können sich also immer wieder sonntags bei «Brot und Spielen» im Lagerdorf vergnügen. Fabrica und Centuriohaus können sodann für Anlässe gemietet werden – auf Wunsch samt römischem Kulturprogramm. Am 28. Mai wird eine weitere Station eingeweiht: das sanierte Amphitheater, das mit einer eigenen Audioguide-Tour an den Legionärspfad angeschlossen wird. Immer tiefer also kann man in die Römerwelt eintauchen.

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