«Ist der Schild schwer?», fragt der Legionär mit lauter Stimme. Er mustert die Buben und Mädchen vor ihm mit strengem Blick – und fügt schliesslich mit einem Lachen an: «Gut so! Die Ausbildung muss anstrengend sein. Spass könnt ihr im Kindergarten haben!»

Am Eröffnungsfest im Legionärspfad Vindonissa konnten die Besucher am Ostermontag nicht nur an der Legionärsausbildung teilnehmen.

Sie hatten Gelegenheit, Brot im Lehmkuppelofen zu backen, Blumenkränze zu flechten, eine Kräutermischung herzustellen oder eine römische Münze selber zu prägen.

So ganz nebenbei war eine ganze Menge zu erfahren zum Leben vor 2000 Jahren, zum täglichen Drill, zu Ausrüstung, Mahlzeiten und Unterkünften.

Einer der Höhepunkte war der Gladiatorenkampf. «Vieles, was man aus Filmen kennt, kann man vergessen», wurde erklärt.

Die Spitzenkämpfer – vergleichbar mit den heutigen Boxern – seien gut ausgebildet worden und hätten auf beste medizinische Versorgung zählen dürfen. Dass es aber so richtig zur Sache ging, wurde zur Freude der Zuschauer natürlich ebenfalls gezeigt.