Brugg

Leben in Gemeinschaft: für Demenzkranke wird ein geschützter Wohnbereich eröffnet

Im Brugger Pflegezentrum Süssbach wird heute eine Demenzstation mit 22 Betten präsentiert.

In den letzten Monaten mussten die Bewohner, Angestellten und Besucher im Pflegezentrum Süssbach in Brugg viel Baulärm ertragen. Und heute Samstag ist es endlich so weit: Die Öffentlichkeit darf sich selbst ein Bild machen vom Resultat des jüngsten Projekts an der Fröhlichstrasse.

Entstanden sind im Erdgeschoss zwei geschützte Wohnbereiche für Menschen im fortgeschrittenen Stadium einer Demenzerkrankung mit zehn und zwölf Plätzen sowie ein spezieller Garten und eine Terrasse. Wenn man die neuen Räumlichkeiten betritt, merkt man nicht, dass man sich in einer 25-jährigen Liegenschaft aufhält.

Alles erscheint hell und modern. In den sechs Doppel- und zehn Einzelzimmern ist genügend Platz für persönliche Einrichtungsgegenstände wie eine Vitrine oder einen Sessel. «Das Leben der Demenzkranken findet in der Gemeinschaft statt», sagt Doris Bärtschi, Bereichsleitung Pflege und Betreuung, auf einem Rundgang.

Sie weist auf die vielen Möglichkeiten für Rundläufe hin, was dem Bewegungsdrang der Bewohner sehr entgegenkommt. Nicht fehlen dürfen natürlich die Ruhemöglichkeiten – sei es zum Liegen oder zum Sitzen.

Von den beiden Esszimmern kann man direkt in den Garten gehen. Dort gibt es neben einem Brunnen einen Therapieweg mit unterschiedlichen Böden sowie ein Kräuterhochbeet. Ab dem März werden Hasen und Seidenhühner das Tiergehege beleben.

Am nächsten Donnerstagnachmittag zügeln die ersten vier Bewohner in ihre Zimmer. Der Bezug der neuen Abteilung wird in Etappen erfolgen. Bei Vollbelegung bietet dieses integrative Modell Arbeit für 12 bis 15 Vollzeitstellen.

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