Brugg
Lästige Personenunterführung: Eine Rampe würde das Leben erleichtern

Die Personenunterführung «Mitte» kann ein lästiges Hindernis darstellen. Mit einfachen Mitteln wäre Abhilfe zu schaffen, sagt ein Windischer und lanciert eine Petition.

Michael Hunziker
Merken
Drucken
Teilen
Bei der Personenunterführung Mitte haben die Velofahrer keine Wahl: Sie müssen ihr Gefährt tragen, denn eine Rampe fehlt.

Bei der Personenunterführung Mitte haben die Velofahrer keine Wahl: Sie müssen ihr Gefährt tragen, denn eine Rampe fehlt.

Michael Hunziker

Durch die Personenunterführung Mitte am Bahnhof Brugg gelangen die Zugpassagiere bequem und schnell zu den Gleisen, zum Busterminal «Bahnhof Campus» oder zur Berufs- und Fachhochschule. So weit, so gut. Weniger angenehm ist es für all diejenigen, die mit Kinderwagen oder Rollator, Rollkoffer oder Velo unterwegs sind.

Denn zur Verfügung stehen lediglich Treppen. Rampen – oder auch ein Personenlift – fehlen. Solche stehen stattdessen weiter vorne zur Verfügung, beim sogenannten Mausloch, das allerdings als Engpass bekannt ist. Anders gesagt: Immer wieder müssen Reisende einen Umweg in Kauf nehmen – und riskieren dabei, den Anschluss zu verpassen.

Es braucht keine Luxusvariante

Wenn Frederik Briner aus Windisch mit dem Velo nach Brugg fährt, wählt er jeweils – wegen der fehlenden Rampen – nicht die kürzeste Route durch besagten Durchgang. Er spricht von der Bahnhofunterführung West. Diese sei ein lästiges Hindernis für Passanten mit Rädli, stellt er fest. Mit einer Unterschriftensammlung auf der Plattform petitio.ch macht er sich stark für eine einfache Rampe. Eine solche, ist er überzeugt, würde das Leben erleichtern «und den Ruf von Brugg als touristenfreundliche Stadt fördern. Es braucht ja nicht gleich eine luxuriöse Liftvariante zu sein.» Unterstützt werden kann das Begehren bis 4. Januar. Er ist sich bewusst, fügt er an, dass man über seine Idee geteilter Meinung sein kann. Eine entsprechende kritische Reaktion habe er jedenfalls schon erhalten.

Der Windischer verweist auf einen Fasnachtsvers aus dem Jahr 2015: «Bruchsch für Velo, Buggy, Rollator en Rampe, en Lift – jo denn hetts Di bös versifft. D’Planer befäle. Si tüend eim Mores lehre: Muesch is Muusloch füre go cheere.»

Die Personenunterführung Mitte hat eine lange Vor- und Planungsgeschichte. Der erste Teil wurde bereits 1933 erstellt. Im Mai 2014 konnte das zweite, 5 Meter breite und 31 Meter lange Stück feierlich eröffnet werden. Seither besteht eine durchgehende Verbindung.

Den Baukredit von knapp 9 Mio. Franken für den Bau des Busterminals sowie die Verlängerung der Personenunterführung hatte der Brugger Einwohnerrat im März 2011 genehmigt. Die Bauarbeiten begannen im August 2013.