Brugg
Langeweile gibt es in der Brugger Galerie Zimmermannhaus nicht

Ist Bildende Kunst nichts für Kinder? Von wegen. Die städtische Galerie Zimmermannhaus in Brugg baut das Angebot für sie sogar aus. Neu gibt es auch Familienkonzerte.

Elisabeth Feller
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Das Grimm-Märchen «Die Bremer Stadtmusikanten» ist berühmt: Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn beschliessen Stadtmusikanten zu werden.

Das Grimm-Märchen «Die Bremer Stadtmusikanten» ist berühmt: Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn beschliessen Stadtmusikanten zu werden.

Zur Verfügung gestellt

«Im Sport wird so viel getan für Kinder und Jugendliche, aber in der Bildenden Kunst ...» Drahu Kohout lässt den Satz unvollendet. Die Leiterin der zunehmend auch bei auswärtigen Besuchern Anklang findenden Galerie Zimmermannhaus setzt mit «Kunst für Kinder» auf die ganz Jungen, weil sie sehr wohl weiss: «Sie sind das zukünftige Publikum.» Das Angebot darf deshalb alles sein, nur eines nicht: langweilig.

Also dürfen, vielmehr sollen die Kinder am Mittwochnachmittag dieser Woche aktiv werden. Zuerst machen sie eine Führung durch die aktuelle Ausstellung «Captured Landscape» mit und begegnen auf ihrem Rundgang Fotografien und Installationen von zwei Schweizer Künstlern. Danach gestalten sie passend zum Gesehenen ein eigenes Werk.

«Kunst für Kinder» richtet sich am Mittwochmorgen an Sieben- bis Zwölfjährige; dasselbe Programm wird am 21. Mai morgens dann für Kinder der ersten Primarklasse und am Nachmittag für Viertbezler wiederholt.

Musik schweisst zusammen

Kinder sind das Eine, Erwachsene das Andere. Beide will Drahu Kohout künftig an einem speziellen Anlass zusammenführen – dem Familienkonzert.

Am letzten Sonntag im Mai startet der Versuchsballon mit «Die Bremer Stadtmusikanten». Wer kennt es nicht,dieses bekannte Grimmsche Märchen vom Esel und vom Hund; von der Katze und vom Hahn, die am Ende sind und nur noch eine Hoffnung haben: Musik.

Sie beschliessen Stadtmusikanten zu werden. Die Musik schweisst die ungleichen Partner so zusammen, dass sie damit sogar die Räuber besiegen können. In der Galerie Zimmermannhaus erfährt das berühmte Märchen am 25. Mai eine witzige musikalische Verlebendigung.

Der Schweizer Franz Tischhauser (1921) – ehemals Leiter der Abteilung Musik bei Radio DRS – hat es komponiert. Wer ihn kennt, weiss: Er hat grundsätzlich etwas gegen den tierischen Ernst. Ergo lässt er in seinen «Bremer Stadtmusikanten» einen Sprecher auftreten und die vier Tiere miteinander musizieren. Wie bei den Konzerten an den Dernièren in der Galerie sind die Interpreten auch beim Familienkonzert Studierende der Zürcher Hochschule der Künste

(ZHdK).

Für die Workshops und das Konzert ist eine Anmeldung erforderlich: 056 441 96 01. Weitere Informationen unter: www.zimmermannhaus.ch