«Wie im Wattenmeer», sagt Röbi Hossli, als er in Gummistiefeln über den Schlamm am Boden seiner Werkstatt watet. Seine Forst- und Gartenbau-Firma  wurde am Samstag von den Wassermassen überschwemmt, die Werkstatt und die Lagerhalle wurden komplett geflutet.

Als er das Wasser sah, habe es ihm «fast das Herz abgedrückt», sagt er gegenüber Tele M1. Aber Hossli hadert nicht. «Vorwärts schauen» lautet seine Devise. «Zum Glück haben wir tolle Leute, die mithelfen. Die sind gerannt wie die Feuerwehr», schildert der sichtlich aufgewühlte Geschäftsführer. 

Im tiefer gelegenen Lagerraum der Firma stand das Wasser fast anderthalb Meter hoch. Röbi Hossli schätzt den Sachschaden insgesamt auf rund 150'000 Franken. 

Wie eine Lawine

An manchen Orten der Schweiz ist in den vergangenen Tagen so viel Regen gefallen wie sonst in einem ganzen Monat. Im Aargau war die Region Brugg besonders betroffen. Als das Wasser nicht mehr im Boden versickern konnte, spülte es Schlamm und Kartoffeln aus den Feldern zu den Schächten, welche dadurch verstopften.

Die Brühe drang schliesslich auf den Vorplatz und in den Lagerraum des Unternehmens. «Da kam eine richtige Lawine, etwa 20 Zentimeter hoch», beschreibt Röbi Hossli die Szene. 

Am Sonntag ging es dann ans Aufräumen. Die ganze Belegschaft half mit, inklusive Aushilfen. Röbi Hossli windet seinem Team ein Kränzchen: «Grossartig! Und das an Pfingsten, wo jeder sein Programm hatte.»

Am Dienstag soll das Geschäft trotz Wasserschaden wieder geöffnet sein. (cze)