Brugg
Ladenbesitzerin: «Name der Göttin Isis wurde völlig missbraucht»

Seit Monaten wird Cornelia Stalder vom Esoterikladen «Isis World» von Kunden auf den Missbrauch des Namens der ägyptischen Göttin Isis durch die Terrororganisation «Islamischer Staat» angesprochen. An eine Namensänderung hat sie aber nie gedacht.

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Cornelia Stalder vor ihrem Laden.

Cornelia Stalder vor ihrem Laden.

CM

«Das Ganze hat mich schon sehr betroffen gemacht, wie Terroristen sogenannte Ungläubige einfach köpfen. Der Name der Göttin Isis wurde völlig missbraucht», sagt Stalder. In einer Vitrine vor dem Ladeneingang weist sie seit diesem Sommer auf einem grossen Plakat ausführlich auf die Bedeutung der ägyptischen Muttergöttin hin.

Isis sei Hohepriesterin, Heilerin, Magierin und vieles mehr, steht da geschrieben. «Sie führte beispielsweise die Frauen in die Kräuterheilkunde ein und lehrte sie aus Korn Mehl und Brot zu machen», erzählt die Ladenbesitzerin begeistert.

Die Terrororganisation «Islamischer Staat im Irak und in Syrien» (ISIS) habe immerhin den Namen vor einigen Monaten in «Islamischer Staat» (IS) umgewandelt, sodass der Name des Esoterikladens nicht mehr sofort mit den Terroristen in Verbindung gebracht werde, so Stalder.

Hat sie sich auch mal überlegt, einen neuen Namen für ihr Geschäft mit Café zu suchen? «Nein, daran habe ich keine Sekunde gedacht», antwortet sie bestimmt. Am 10. Oktober sind es übrigens sechs Jahre her, seit Stalder ihren Laden an der Brugger Hauptstrasse eröffnet hat: «Das ist eine lange Zeit und der Name ‹Isis World› gefällt mir nach wie vor sehr gut.» (CM)