Oberflachs
Kunden in Oberflachs reagieren auf drohendes Aus des Dorfladens

2010 war Daniel Vögeli, 48, nach Oberflachs gekommen. Seither führt er Maxi – den, neben der Metzgerei, einzigen Dorfladen. Doch die Kundschaft bleibt weg. Mit einem Hilferuf wendete sich Vögeli an die Bevölkerung. Diese reagiert nun darauf.

Elisabeth Feller
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Daniel Vögeli hofft, dass er den Maxi nicht aufgeben muss. EF.

Daniel Vögeli hofft, dass er den Maxi nicht aufgeben muss. EF.

Elisabeth Feller

Herzhaft lachen kann Daniel Vögeli, 48, noch nicht. Dazu müsste sein Maxi-Laden,der 2010 in die leer gewordenen Volg-Räume eingezogen ist, erst über dem Berg sein Rückblick: Um das drohende Aus des Maxi abzuwenden, hatte sich Vögeli unlängst mit einem Hilferuf im Gemeindeblatt an die Bevölkerung gewendet.

Tenor: Ein Überleben des Ladens sei nur dann möglich, wenn sich dafür alle einsetzten und im Maxi kauften.

Die Aargauer Zeitung griff das Thema auf. Gab es Reaktionen darauf? «Ja. Seitens des Dorfes allerdings nicht besonders viele.»

Dafür entdeckte Vögeli in den vergangenen Tagen «Kundinnen und Kunden im Geschäft, die ich zuvor noch nie gesehen habe.»

In Euphorie verfällt der Maxi-Pächter deswegen nicht: «Vielleicht handelt es sich einfach um Neugierige, die das Geschäft sehen wollen. Aber es ist durchaus möglich, dass ein ernsthaftes Interesse vorliegt.»

Ein solches bekundet auch der Gemeinderat von Oberflachs.

Gemeindeammann Peter Feller hatte betont, «dass ein Dorfladen für Oberflachs nach wie vor sehr wichtig ist.» Der Gemeinderat wolle helfen, nur könne diese Hilfe nicht finanzieller Art sein.

Am meisten Zuspruch erhält Vögeli derzeit aus Wettingen. Dort hat er früher einen Maxi-Laden in Bahnhofsnähe geführt. Die Stammkundschaft hat Vögeli nicht vergessen.

Sie hält ihm dieser Tage erst recht die Treue. Vögeli wiederum belohnt diese, indem er jeden Donnerstag in die grösste Aargauer Gemeinde fährt und seine Kundschaft beliefert.

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