«Faszinierend, wie etwa Steine oder Holz zu Kunst verarbeitet werden können», sagt Besucher Thoby Heiniger aus Menziken an der Vernissage. Er sei wegen seiner Schwägerin, der Kugelbahnbauerin Ursula Käser aus Oberflachs, an die Ausstellung gekommen. Ihr Stand war ein wahrer Publikumsmagnet.

Kugelbahnen, geschaffen aus feinem Kupferdraht, luden zum Ausprobieren ein – wovon rege Gebrauch gemacht wurde. «Es ist schön, mit anzusehen, wie den Menschen, die mit den Bahnen spielen, ein Lächeln übers Gesicht huscht», sagt die Oberflachserin.

Das Handwerk hat Käser bei Alain Schartner gelernt. Und sie möchte es nicht mehr missen. Die Vielfalt an Kunstobjekten gefiel nicht nur dem Besucher aus Menziken, sondern ganz allgemein der zahlreich erschienenen Gästeschar. Etwa auch Marlene Maag aus Villnachern.

Sie besuche die Ausstellung jedes Jahr, freue sich an der Vielfalt und dem Zusammenspiel von Kunst und Blumenpracht. Dies schätze man auch seitens der Kulturvereinigung Välte lebt, da man seit elf Jahren das Gastrecht in der Gärtnerei Aareblumen geniesse, betont Präsident Hansruedi Byland.

Nebst den Kugelbahnen sorgten auch die Papier-/Rostkreationen von Heidi Bützberger aus Riniken oder die Naturkreationen von Carmen und Daniel Grau aus Oberentfelden für Hingucker. Nicht minder spannend die Windlichter von Stephan Büttiker aus Gränichen, geschaffen aus alten Büchsen. Kreativ präsentierten sich auch die Objekte von Romana Keller aus Eiken – Kugeln in allen Grössen mit Mosaiken und Steinen verziert.

Landschaften oder Blumen, von Melanie Klaus aus Wohlenschwil fotografiert, zierten die Wände und luden zum Betrachten und Verweilen ein. Christian Lüscher aus Hirschthal überzeugte mit seinen Drechslerarbeiten und Katharina Streit aus Beinwil am See mit ihren Kreationen aus Keramik. Interesse zogen auch die Holzskulpturen von Otto R. Schärer aus Leuggern sowie die Schmuckkreationen von Esther Baumann aus Teufenthal auf sich.

Für interessierte Blicke sorgten die Eisenplastiken von Reto Baumann, ebenfalls aus Teufenthal. «Für dieses Objekt habe ich einen Teil einer ausrangierten Schiene der Wynental- und Suhrentalbahn sowie zwei alte Zangen verwendet», erklärt der Künstler.

Entstanden sind dabei «Vater und Sohn» auf einer Bank sitzend, die AZ und ein Globi-Buch lesend. «Mir macht es Spass, die Gegenstände zu verfremden und ihnen dadurch neues Leben einzuhauchen», sagt er. Vom Schaffen der elf Aussteller kann man sich noch bis zum 24. Februar selbst ein Bild machen.

Ausstellung Kunsthandwerk, Gärtnerei Aareblumen, Talstrasse 35, Au-Veltheim, Mo–Fr während der Ladenöffnungszeiten, Sa 9–16 Uhr, So 10–16 Uhr. Sonntagsbrunch am 17. und 24. Februar von 10–12 Uhr. Kaffeestube an den Wochenenden von 14–16 Uhr.