Die Alpine Air Ambulance (AAA) führt ab dem Flugplatz Birrfeld mit ihrem Helikopter sowohl Rettungseinsätze, Patientenverlegungen als auch Organtransporte durch. «Der Helikopter-Landeplatz besteht schon heute und wird auch künftig an diesem Standort sein», sagt Flugplatzleiter Heinz Wyss.

Aber: Neu befindet sich der Helikopter-Hangar mit den Räumen für die Besatzung direkt beim Landeplatz. «Somit kann der Helikopter schneller und ohne Störung des übrigen Flugverkehrs hangariert werden», erklärt Wyss. Vor allem in der Nacht werde diese Situation positive Auswirkungen haben auf die Schnelligkeit der Rettungseinsätze. «Davon profitiert wiederum die Bevölkerung.»

Apropos Geschwindigkeit: Erst waren der Helikopter-Hangar sowie die Bereitschaftsräume vorgesehen im – schon bewilligten – Werkstatt-Neubau auf dem Birrfeld. Dann wurde aber entschieden, dieses Vorhaben separat auszuführen und den Helikopter möglichst nahe beim Landeplatz unterzubringen. «Gegenüber der ursprünglichen Version mit dem Hangar 4 weiter hinten ist mit der neuen Lösung der Weg zwischen Landeplatz und Hangar viel kürzer», stellt Wyss fest. «Das bringt enorme Sicherheits- und Zeitgewinne.» Denn der Helikopter- und der Flugzeugbetrieb könnten klarer getrennt, Kreuzungen auf den Rollfeldern vermieden werden.

Am bestehenden Landeplatz sind übrigens keine Änderungen vorgesehen. Verschoben werden kann der Helikopter auf einer Plattform mit einem Kleintraktor. Die Bereitschaftsräume der Besatzung mit Büros, Aufenthaltsräumen sowie Pikettzimmern und sanitären Anlagen werden über dem Helikopter eingerichtet. Die vier bis fünf Flugzeuge, die im heutigen Hangar 6 wegen des Helikopters weichen müssen, erhalten Platz im künftigen Hangar 4a mit dem Werkstatt-Neubau.

Betreiber übernimmt Kosten

Die Pläne sind nun beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Ebenfalls liegen die Gesuchunterlagen bis 23. Mai auf der Gemeindeverwaltung in Lupfig öffentlich auf. Auch der Kanton hat ein Wort mitzureden. Als Gesuchsteller tritt der Regionalverband Aargau des Aero-Clubs der Schweiz in Erscheinung. Die Kosten für das Vorhaben werden vom Helikopter-Betreiber übernommen.

Koordiniert wird der Beginn der Arbeiten gemäss Wyss mit dem Bau der neuen Werkstatt. Als Herausforderung während der Bauzeit bezeichnet der Flugplatzleiter die Nutzung des bestehenden Hangars 6, die aus Sicherheitsgründen genau geplant werden müsse. Ebenfalls seien die Auflagen des Bundesamts für Zivilluftfahrt einzuhalten.