Hausen
Kreide auf Wandtafel? In Hausen ist das Geschichte

Viel Lob für das neue Schulhaus: Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist in Hausen der Erweiterungsbau des Lindhofschulhauses eingeweiht worden - die 266 Schülerinnen und Schüler freuts.

Irene Hung-König
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Der neue Holzbau ist mit dem ursprünglichen alten Lindhofschulhaus (rechts) verbunden.
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Zur Schule gehört auch der neu geschaffene Fussballplatz vis-a`-vis des Pausenplatzes
Spielen und knobeln im neuen Schulzimmer
Schulleiterin Andrea Haslimeier weiht den Neubau mit den Kindern ein
Gemeindeammann Eugen Bless spricht von einem denkwürdigen Ereignis
Die Dorfbevölkerung feiert Der neue Holzbau ist mit dem ursprünglichen alten Lindhofschulhaus (re ) verbunden
Der Schülerchor widmet den Bauarbeitern ein Lied
Architekt Matthias Burkart spricht direkt aus dem neuen Schulhaus zu den Gästen
Schulhaus-Erweiterung in Hausen eingeweiht

Der neue Holzbau ist mit dem ursprünglichen alten Lindhofschulhaus (rechts) verbunden.

Irene Hung-König

Die 266 Kinder in Hausen haben ihr neues Schulhaus längst eingeweiht – zu Beginn des neuen Schuljahrs durften sie die Räume beziehen. Am Freitag kamen nun Eltern, Grosseltern, Freunde, Verwandte, die ganze Dorfbevölkerung, um sich ein Bild des insgesamt 6 Millionen Franken teuren Holzbaus zu machen.

Der langgezogene Erweiterungsbau ist direkt mit dem alten Lindhofschulhaus verbunden. Helle und grosse Räume, Beton, Holzelemente und senfgelbe Böden dominieren das Innenleben. Während die Kinder Mikado oder Domino spielen, testen die Erwachsenen die Stühle, halten einen Schwatz mit den Lehrkräften oder lassen sich die an die Klassenzimmer angrenzenden Gruppenräume zeigen. Mit Kreide auf die Wandtafel schreiben ist Geschichte, die Schüler präsentieren, wie der Lernstoff mittels Beamer auf die interaktive Wandtafel projiziert wird.

Wie eine Familie

«Die Eingangshalle ist symbolisch und überwindet verschiedene Niveaus. Das Ganze stellt sich wie ein Kaleidoskop dar», erklärt Architekt Matthias Burkart an der Einweihungsfeier. Die Klassenzimmer der Fünft- und Sechstklässler befinden sich im Neubau, die jüngeren Kinder kommen durch den Besuch der Musikgrundschule, des Religions- oder des Englischunterrichts (ab der 3. Klasse) in den Genuss, am neuen Ort zu lernen.

Gemeindeammann Eugen Bless vergleicht die verschiedenen Schulhäuser mit einer Familie. Er stellt das ersterbaute Lindhofschulhaus als Grossmutter, das Meyerschulhaus als Mutter sowie den neuen Holzbau als Kind vor: «Obwohl die Gebäude aus verschiedenen Epochen stammen, fühlt man sich geborgen.» 5./6.-Klass-Lehrerin Patrizia Schnyder ist ebenfalls begeistert: «Der Platz ist viel besser ausgenutzt, die fünften und sechsten Klassen haben ihre Zimmer alle auf dem gleichen Stock. Wir haben wunderbare Wandtafeln – mich brauchts schon fast nicht mehr.»

Fest im Pausenhof

Nicht mehr wiederzuerkennen ist auch der Pausenhof. Eine breite Rampe mit Sitzelementen verbindet das Meyer- mit dem Lindhofschulhaus. Fussball wird jetzt auf dem Platz vis-à-vis gespielt, Ballfänger inklusive. Obwohl, die Gitter könnten höher sein, wenn es nach Sechstklässler Fabio geht.

Nach dem offiziellen Teil der Einweihungsfeier mit Reden und musikalischer Unterhaltung durch die Schülerschar sowie die Musikgesellschaft Hausen, feiert und diskutiert die Bevölkerung im Pausenhof. Die Leute sitzen auf den Festbänken, geniessen die offerierte Wurst mit Brot und ein Gläschen Wein. Die Kinder lassen sich Hotdog und süsse Spiesschen schmecken.