Für die Massnahmen zur Lärmsanierung an Gemeindestrassen steht im Brugger Einwohnerrat nicht wie ursprünglich vorgesehen ein Kredit von 131 000 Franken zur Diskussion, sondern nur noch einer von 86 000 Franken. Der Grund: Die bereits erbrachten – und finanzierten – Ingenieurleistungen müssen dem Einwohnerrat nicht zur Genehmigung vorgelegt werden, hält der Stadtrat in seinem Ergänzungsbericht fest. Keine Auswirkungen bestehen dagegen auf die Beiträge des Bundes sowie auf die Beiträge der Liegenschaftsbesitzer.

Das Lärmsanierungsprojekt beschreibt die Art, die Wirkung und die Kosten der geplanten Vorkehrungen. Es legt die Liegenschaften und Parzellen mit Erleichterungen sowie die Ersatzmassnahmen an den Gebäuden – Schallschutzfenster – fest. «Basierend auf Verkehrszählungen im Jahr 2011 auf den Gemeindestrassen in Brugg wurden die massgebenden Lärmbelastungen im Prognosezustand 2034 berechnet», führt der Stadtrat aus.

Es ergebe sich bei insgesamt 40 Liegenschaften und 9 unüberbauten Parzellen eine Überschreitung der massgebenden Immissionsgrenzwerte. Betroffen von Grenzwertüberschreitungen sind gemäss Stadtrat knapp 310 Personen an der Bad-, Schönegg-, Laur-, Badener-, Sommerhalden- und Reinerstrasse.

Berücksichtigt worden sind im Lärmsanierungsprojekt die geplanten Geschwindigkeitsreduktionen durch die Umsetzung des Kommunalen Gesamtplans Verkehr (KGV) sowie die Sanierung der Schöneggstrasse mit dem Einbau eines lärmarmen Belags. Nicht vorgeschlagen werden dagegen Lärmschutzwände.

Der Kanton hat dem Lärmsanierungsprojekt bereits zugestimmt. Die betroffenen Eigentümer wurden zu den Erleichterungsanträgen informiert, die öffentliche Auflage erfolgte im Mai dieses Jahres. Stimmt der Einwohnerrat dem Kredit zu, erfolgen die Ausführungsplanung, die Submission im Einladungsverfahren sowie die Realisierung.

«Der Strassenverkehrslärm zählt im dicht besiedelten Wohngebiet zu den am meisten belastenden Lärmquellen», fasst der Stadtrat zusammen. «Lärm stellt nicht nur eine Belästigung dar, er mindert auch die Lebensqualität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger.» Der Stadtrat erachtet es deshalb als wichtig, «die verschiedenen aktiven und passiven Massnahmen zur Lärmminderung zu treffen und damit der gesetzlichen Pflicht nachzukommen.» Denn: «Weniger Lärm bedeutet mehr Lebensqualität.»

Einwohnerrat Freitag, 1. September, 19.30 Uhr, Rathaussaal.