Stadtfest Brugg

Kreative Behörde: Der Stadt- und Einwohnerrat verfärbt das Brugger Wappen

Was für ein Bild: Stadtfest-OK-Präsident und Stadtrat Jürg Baur, Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher, Vizeammann Leo Geissmann sowie Einwohnerräte bringen das Stadtwappen auf die Leinwand – und interpretieren es neu.

Beim Eisi-Parkhaus wurde gemalt und verfärbt, was das Zeug hält. Der Workshop, an dem das Brugger Stadtwappen einen neuen, kreativen Anstrich erhielt, fand im Rahmen der Artnight statt. Unter der Anleitung eines Künstlers entstehen abseits vom Digitalen eigene Werke. Saskia Iten hat das Jungunternehmen mit ihrem Bruder Mario gegründet. Selbst hat sie einen starken Heimatbezug zu Brugg. Das Erlebnisangebot schien ihr zum Stadtfest zu passen. Die Besucher können samstags und sonntags an einer Mini-Artnight-Session teilnehmen.

In einer halben Stunde entsteht ein Kunstwerk

Als spezielle Vorlage für diesen Workshop dient das Stadtwappen von Brugg. Die Künstlerin Paula erklärt das Vorgehen Schritt für Schritt. Einige Behördenmitglieder legen gleich zielstrebig los. Für den kreativen Akt scheinen sie ganz nach dem Motto «Verfärbt» überaus motiviert. Es bleiben auch nur 30 Minuten, um das Wappen in Farbe umzusetzen.

Für OK-Präsident Jürg Baur ist es die erste halbe Stunde an diesem turbulenten zweiten Festtag, während der er sich ruhig hinsetzt. Er malt das Wappen mit einem Hintergrund aus knalligem Pink und spritzt zum Schluss mit dem Pinsel Farbtupfer auf seine Leinwand, so, wie es Paula gezeigt hat. Mit seinem Ergebnis zeigt er sich einigermassen zufrieden: Er habe das Stadtwappen ziemlich frei interpretiert. «Es hat gutgetan, kurz den Kopf durchzulüften.» Baur gefällt, dass am Stadtfest neben den Festivitäten auch solche Aktivitäten Platz finden.

Einwohnerrätin Barbara Iten hätte sich gewünscht, dass alle zusammen als Gemeinschaftswerk ein Wappen malen. Das Malen fand sie trotzdem toll. Barbara Iten ist begeistert, dass Brugg so farbig sein kann. Damit meint sie das Stadtfest. «Ich bin noch nie in Las Vegas gewesen, aber so stelle ich es mir vor», sagt sie lachend.

Es ist auffällig, dass auch Vizeammann Leo Geissmann ein pinkes Stadtwappen kreiert. Stadtammann Barbara Horlacher wählt für das Wappen hingegen einen gelben Hintergrund und verziert den Schwarzen Turm und den Zollturm sorgfältig mit grünen Blättern und farbigen Blumenranken. «Ich werde das Bild zum Trocknen ins Stadthaus bringen und es dort wohl aufstellen», sagt Horlacher.

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