Habsburg/Windisch

Kostenpunkt 4,8 Millionen: Die Habsburgstrasse erhält einen neuen Belag

Heute weist die Habsburgstrasse stellenweise eine Breite von lediglich 4,7 Metern auf. Vorgesehen ist ein Ausbau auf einheitlich 5,5 Meter. mhu

Heute weist die Habsburgstrasse stellenweise eine Breite von lediglich 4,7 Metern auf. Vorgesehen ist ein Ausbau auf einheitlich 5,5 Meter. mhu

Im Ausserortsbereich sind auf einer Länge von rund 2 Kilometern Bauarbeiten für insgesamt 4,8 Mio. Franken geplant – der Startschuss soll ab 2018 erfolgen

Sanierungsbedürftiger Belag und fehlende Amphibienschutzmassnahmen: Die Habsburgstrasse soll im Ausserortsbereich erneuert werden.

Dieser erstreckt sich vom Dorfausgang Habsburg bis zum Ortseingang Windisch – also bis zum Anschluss der geplanten künftigen Südwestumfahrung Brugg. Auf einer Länge von 2030 Metern soll die Verbindungsstrasse, die derzeit stellenweise eine Breite von lediglich 4,7 Metern aufweist, auf einheitlich 5,5 Meter ausgebaut werden. «Die vorgesehene Breite wird aufgrund der schwachen Verkehrsbelastung auf den Begegnungsfall Lastwagen mit Personenwagen ausgelegt», erklärt Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Um die seltenen Begegnungsfälle Lastwagen mit Lastwagen zu gewährleisten, werden beidseitig überfahrbare Bankette erstellt.»

Realisiert wird die Strassensanierung laut Sabato im sogenannten Hocheinbau – mit einer zusätzlichen Binderschicht von 70 Millimetern sowie einer Deckschicht von 35 Millimetern. «Diese Methode ist möglich, da die Anforderung an die Tragfähigkeit aufgrund des schwachen Verkehrsaufkommens von weniger als 1000 Fahrzeugen pro Tag gering ist und zum anderen keine Anschlusshöhen berücksichtigt werden müssen.» Dieses Vorgehen gewährleiste eine schnelle Ausführung.

Lebensdauer ist erreicht

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Während der Bauphase zum Einsatz kommen werden Lichtsignalanlagen. «Wir haben darauf geachtet, einen kostengünstigen und verhältnismässigen Ausbau zu realisieren», fasst Sabato zusammen. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich total 4,8 Mio. Franken.

Der Hintergrund: Der Belag der Kantonsstrasse ist nach mehreren Oberflächenbehandlungen – die letzte fand im Jahr 2002 statt – in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Zudem fehlt auf diesem Abschnitt eine normgerechte Fundationsschicht.

Für den Strassenbau sowie die Amphibienschutzmassnahmen werden knapp 3200 Quadratmeter Wald vorübergehend beansprucht, wovon etwa 800 Quadratmeter definitiv gerodet werden müssen. Innerhalb des Ausbauperimeters können rund 435 Quadratmeter aufgeforstet werden, die restliche Fläche in Böttstein, führt Sabato aus. «Bei der Planung wurde darauf geachtet, möglichst wenig Waldflächen zu beanspruchen.»

Aufeinander abgestimmt

Die Projektpläne liegen bis 13. Dezember auf den Gemeindeverwaltungen in Habsburg, Windisch und Hausen öffentlich auf. Die Realisierung ist ab 2018 vorgesehen und wird gemäss Sabato mit der geplanten Erneuerung der Kantonsstrasse zwischen Habsburg und Scherz koordiniert. Denn für eine Belagssanierung auf diesem Abschnitt ist ebenfalls ein entsprechendes Projekt in Bearbeitung, das voraussichtlich Anfang 2017 öffentlich aufgelegt wird. «In erster Priorität wird der Abschnitt zwischen Habsburg und Scherz realisiert», sagt Sabato. Sollte sich dieses Vorhaben verzögern, werde die Massnahme zwischen Habsburg und Windisch vorgezogen. «Auf jeden Fall werden die beiden Baustellen nicht gleichzeitig betrieben.»

Die Sanierung der Habsburgstrasse wird nur bis zum Anschluss der zukünftigen Südwestumfahrung Brugg geplant, fügt Sabato an. Sollte sich abzeichnen, dass beide Projekte baureif sind, das heisst bewilligt mit erledigtem Landerwerb, werde die Ausführung selbstverständlich aufeinander abgestimmt.

Meistgesehen

Artboard 1