Villnachern

Konzertreihe «MittwochsMusig» ist immer für Überraschungen gut

Reto Burrell spielt in Lenzburg.HO

Reto Burrell spielt in Lenzburg.HO

Die Konzertreihe «MittwochsMusig» startet in die dritte Saison. Am Mittwochabend tritt der Singer-Songwriter Reto Burrell in der Strandbar in Villnachern auf. Im Verlauf der Saison werden Redwood, Marc Sway oder Heinrich Müller folgen.

Die Sommerkonzerte verstehen sich als Ergänzung zum Kulturangebot in der Region. Und sie sind eine Erfolgsgeschichte, wie Roberto Caruso aus Brugg mit Freude feststellt. Er zeichnet für das Programm verantwortlich und kann dabei auf seine Erfahrungen und Kontakte als Organisator und als Musiker zurückgreifen.

Um den Restaurationsbetrieb in der Badi kümmern sich derweil Gertrud Schrottenholzer und Fernando Cassano. Gemeinsam mit ihrem Team haben sie seit 2008 eine feine und beliebte Strandbar geschaffen.

Die Idee, an lauschigen Sommerabenden Konzerte im intimen Rahmen durchzuführen, habe schon länger bestanden, blickt Caruso zurück. 2011 sei schliesslich – «als Versuch» – «MittwochsMusig» ins Leben gerufen worden. Mittwoch deshalb, weil dann erfahrungsgemäss wenig los sei.

Stilistisch breiter Mix

Die Konzerte, jeweils von 20 bis 22 Uhr, schlugen «praktisch von Beginn weg unglaublich ein», so Caruso. Vom Echo und von der positiven Entwicklung waren selbst die Organisatoren überrascht. Teilweise seien gegen 300 Besucher gezählt worden. Natürlich, räumt Caruso ein, spiele das Wetter eine wesentliche Rolle. Aber: «Ein Vorteil der Strandbar ist, dass für rund 120 Gäste regensichere Plätze vorhanden sind.»

Bei den Künstlern legt Caruso Wert auf Qualität und auf einen stilistisch breiten Mix «für fast jeden Musikgeschmack» – von Rock und Blues bis Soul, Funk und Folk. «Wichtig ist, dass die Musiker im lockeren Rahmen auf einer kleinen Bühne mit wenig Technik begeistern können.» Die Bühne werde mit einem kleinen Aufwand aufgebaut und den Künstlern werde die Musikanlage zur Verfügung gestellt.

Bunt gemischtes Publikum

Unter den Zuhörern seien sowohl Musikfreaks zu finden, die extra wegen einzelner Künstler anreisten, als auch Badegäste, die sich spontan für den Konzertbesuch entscheiden, sagt Caruso. Ebenfalls können die Organisatoren mittlerweile auf ein treues Stammpublikum zählen. Kurz: «Wir haben eine bunt gemischte Zuhörerschaft im Alter von 16 bis 70 Jahren.»

Den Erfolg der Konzertreihe «MittwochsMusig» führt Caurso auf die ungezwungene und familiäre Atmosphäre zurück, das abwechslungsreiche Konzertangebot sowie die Nähe zu den Künstlern. «Nicht alle Musikfans zieht es an die immer grösser werdenden Open Airs. Bei uns ist es weder zu laut noch sind Platz- oder Tischreservationen möglich. Wir brauchen keine Security und keine Ticketkontrollen.»

Apropos Tickets: Der Eintritt ist zwar frei und ein Teil der Fixkosten kann durch Sponsoren und Gönner gedeckt werden. Gleichzeitig wird aber eine Kollekte erhoben, um die restlichen Aufwendungen zu decken. «Hier appellieren wir an die Grosszügigkeit der Gäste», so Caruso.

Der Organisator selber ist in dieser Saison übrigens besonders gespannt auf die Auftritte von Lisa Doby sowie Marc Sway im Juli. Im unkomplizierten Rahmen in der Strandbar in Villnachern dürfe man stets mit Überraschungen rechnen. «Manchmal hat man gewisse Vorstellungen von einem Konzert und es kommt dann alles völlig anders heraus als erwartet. Die Auftritte haben ihren eigenen Charme und je nach Witterung kommt eine ganz spezielle Stimmung auf.»

«MittwochsMusig» in der Strandbar in Villnachern; www.mittwochsmusig.ch

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