«Vor Ostern und Weihnachten ist hier immer viel los», sagt der Verkäufer an der Kasse und lacht. «Kein Wunder, wir sind ja auch der einzige Laden in der Schweiz, der Bea- und Mondo-Punkte akzeptiert.» Im Laden tummeln sich Kunden – vor allem Grosseltern und Kinder – aus den Kantonen Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Luzern, Solothurn, Wallis, Zug und Zürich.

«Jede Woche schneiden wir 100 Bea-Punkte aus der Zeitschrift Schweizer Familie aus. Vermutlich haben wir mittlerweile mehr Punkte als Geld», sagt eine siebenfache Grossmutter aus dem Zugerland und lacht. Zusammen mit ihrem Mann füllt sie den Einkaufswagen mit Oster- und Geburtstagsgeschenken sowie mit Artikeln, die sie für ihre Verwandten und Bekannten besorgt.

Bezahlt wird mit Punkten und Geld. Vor dem Ladenbesuch haben sie einen Abstecher ins Bad Schinznach gemacht. «Wenn wir in den Aargau kommen, besuchen wir immer gleich mehrere Orte.»

Gemüse aus Holz und Glitzerstifte

Eine Kundin aus Dornach hat ihre Mutter und Schwiegermutter zum Punkte-Sammeln angestellt. Sie komme etwa viermal im Jahr nach Brugg. Für ihren neunjährigen Sohn kauft sie ein Diabolo. Die vierjährige Tochter interessiert sich eher für Puppenkleider. Auch zum draussen spielen gebe es tolle Angebote, räumt die Solothurnerin ein.

Im Schlepptau von Mutter und Schwester, die sich in der Haushaltsabteilung noch kundig machen wollen, trägt ein Junge sein neues Skateboard etwas gelangweilt durch den Laden. Die Auswahl ist riesig: Holzspielsachen, Puppenkleider, Eisenbahnen, Gemüse und Arche Noah aus Holz, Bastelartikel, Glitzerstifte, ein rosarotes Flugzeug, Mini-Rollkoffer und Rucksäcke.

Am Samstag geschlossen

Beim Regal mit den Osternestern telefoniert eine Kundin. «Ich bin im Bea Laden, brauchst du noch etwas? Das Geschäft ist am Samstag jeweils geschlossen. Heute hat mich ein Kollege begleitet, der ihn der Nähe wohnt», teilt sie dem Gegenüber mit.

Eine fünfköpfige Familie aus Schöftland verlässt den Laden. Sie hätten die Ostergeschenke nicht rechtzeitig per Post bestellt, deshalb seien sie nun nach Brugg gefahren, berichtet die Mutter. Ein Bilderbuch für ihren kleinsten Enkel besorgte sich eine Luzernerin, die mit einer Kollegin gekommen ist.

Allein wegen dem Angebot müsse man den Bea Laden nicht aufsuchen, aber eine Fahrt in den Aargau sei doch immer wieder schön, verrät sie bevor sie ins Auto steigt.