Im Steinbruch Jakobsberg-Oberegg in den Gemeinden Auenstein und Veltheim wird seit 1993 Material abgebaut: Kalk und Mergel. Innerhalb der bestehenden, rechtskräftigen Materialabbauzone wurde schon bald alles geholt, was es zu holen gibt. Seit einiger Zeit plant die Steinbruchbetreiberin, die Jura-Cement-Fabriken AG (JCF), eine Erweiterung des Steinbruchs – die letzte soll es sein. Passieren soll das auf Land der beiden Ortsbürgergemeinden. Sie haben vor einem halben Jahr einem Vorvertrag zugestimmt, allerdings gab es hüben wie drüben Diskussionen. «Als Hauptargument haben die Gegner den Eingriff in die Landschaft aufgeführt», sagte der Auensteiner Gemeindeschreiber Jürg Lanz nach der Ortsbürgerversammlung zur AZ.

Nun zeigt sich: Man kommt den Gegnern ein Stück weit entgegen. Das geht aus den Mitwirkungs-Unterlagen für die «Änderung Teilnutzungsplanung Abbaugebiete» hervor, die seit Montag bei den beiden Gemeindeverwaltungen öffentlich aufliegen.

1,7 Hektaren weniger

So wurde der Erweiterungsbereich «Mitte» auf Auensteiner Gemeindegebiet um rund 1,7 Hektaren verkleinert. Das bringe «eine markante Verringerung der betroffenen landwirtschaftlichen Fläche sowie eine Reduktion des nutzbaren Rohstoffvolumens» mit sich, heisst es in den Mitwirkungsunterlagen. Die Anpassung des Perimeters habe nur positive Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung. Unter anderem verschiebt sich der Perimeter auf Gemeindegebiet Auenstein Richtung Norden und Osten, wodurch sich ein grösserer Abstand zum Wohngebiet ergibt. Allerdings wird so auch das nutzbare Rohstoffvolumen verkleinert, wodurch nicht ganz so viel Geld von der JCF in die Ortsbürgerkasse fliessen dürfte.

Die heute rechtskräftige Materialabbauzone des Steinbruchs hat eine Fläche von 64,8 Hektaren. Die Erweiterung hätte 8,4 Hektaren betragen sollen, nun sind es noch 6,9. Der (temporäre) Verlust von Fruchtfolgeflächen sinkt von 4,2 Hektaren auf 2,5 Hektaren. Die vorgesehene Wald-Rodungsfläche ist dafür minim grösser (5,6 statt 5,5 Hektaren).

Infoveranstaltung der Gemeinden: 15. 8., 20 Uhr, Turnhalle Auenstein.

Diskussionsabend von «Pro Auenstein»: 21. 8., 19.30 Uhr, Vereinszimmer der alten Schule (Hauptstrasse 15).