ReiseGruppe aus Windisch
Ferien buchen trotz Pandemie: «Der Impfschutz wird vieles vereinfachen»

Die Coronakrise macht Verreisen schwierig. Knecht Reisen mit Sitz in Windisch schildert Herausforderungen der Branche und sagt, welche Destinationen 2021 gebucht werden.

Maja Reznicek
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Die Ferienplanung 2021 ist laut Knecht Reisen wegen der Pandemie mit viel Unsicherheit verbunden.

Die Ferienplanung 2021 ist laut Knecht Reisen wegen der Pandemie mit viel Unsicherheit verbunden.

Bild: zvg
(Archiv)

Quarantäne bei der Einreise, Quarantäne nach der Rückreise: Das Virus macht vielen Weltenbummlern einen Strich durch die Rechnung. Die Reisebranche leidet stark, so auch Fernreisen-Spezialist Knecht Reisen mit Sitz in Windisch. Sprecher Matthias Reimann erklärt:

«Sowohl unser Bereich Reiseveranstaltung wie auch die Reisebüros sind von der Coronakrise massiv betroffen – genau gleich, wie es so ziemlich allen Schweizer Outbound-Touristik-Unternehmen geht.»

Je nach Destination betrugen die Umsatzeinbrüche der Firma im vergangenen Jahr zwischen 70 und 85 Prozent. Damit bewege man sich im Schnitt der Branche. Bis Ende Juni 2020 betrieb der viertgrösste Reiseveranstalter der Schweiz national 25 Standorte und beschäftigte fast 300 Mitarbeitende. Dann wurden die Schliessung von vier Filialen und der Abbau jedes fünften Arbeitsplatzes bekannt.

Diese Website bietet einen Überblick über die Reisemöglichkeiten

Auch mit den Hilfsmassnahmen des Bundes war die Windischer Reisegruppe laut eigener Angaben zu den genannten Einsparungen gezwungen. Eine Mitteilung von Knecht Reisen erklärt: «Instrumente wie die Kurzarbeit haben geholfen, aber deutlich weniger als in anderen Branchen. Die Reisebranche musste – und muss immer noch – im grossen Stil bereits vorhandene und gebuchte Umsätze umbuchen beziehungsweise zurückbuchen, allenfalls zwei- und mehrmals umbuchen, stornieren.»

Im Gegensatz zu anderen Unternehmen würden Umsatzrückgänge für Reiseveranstalter nicht weniger Arbeit, sondern einen erheblichen Mehraufwand bedeuten.

Der Hauptsitz von der Reisegruppe Knecht Reisen liegt in Windisch.

Der Hauptsitz von der Reisegruppe Knecht Reisen liegt in Windisch.

Bild: Claudia Meier
(19. Mai 2020)

Die aktuelle Situation schreckt aber nicht alle Menschen mit Fernweh ab: Zu den für 2021 gebuchten Reisezielen zählt Matthias Reimann beispielsweise Mexiko, die Dominikanische Republik, die Malediven, Mauritius, die Seychellen, Namibia, Tansania und Sansibar. Der Sprecher von Knecht Reisen sagt:

«Diese Länder gewähren momentan eine relativ einfache Einreise – situativ mit vorzulegendem negativen PCR-Testresultat.»

Die Schwierigkeit liege sowohl für Reiseinteressierte wie auch -veranstalter in der Volatilität der Möglichkeiten. «Bekanntlich verändert sich die Situation laufend: Was heute gilt, kann nächste Woche komplett anders aussehen.» Die Website von Travel Inside vermittelt gemäss Reimann einen Überblick über den aktuell gültigen Stand der Reisemöglichkeiten weltweit.

Covid setzt den «Overtourismus» ausser Kraft

Trotz aller Unsicherheiten rät Knecht Reisen dazu, die Ferienpläne 2021 früh zu machen: «Durch das reduzierte Angebot, eine Vielzahl an Umbuchungen aus dem Vorjahr und die aufgestaute Reiselust unserer Kunden sind Geheimtipps bereits nahezu ausgebucht.» Weiter heisst es in der Mitteilung des Unternehmens:

«Unsere Reiserückkehrer berichten unisono, dass die Erlebnisse aktuell einmalig sind. ‹Overtourismus› wurde durch Covid ausser Kraft gesetzt. Privatstrände waren schon lange nicht mehr so günstig und für sich allein zu haben wie aktuell.»

Zwar müsse man noch klären, welche Destinationen beispielsweise in den Sommermonaten bereisbar seien. «Ein wirksamer und flächendeckender Impfschutz wird vieles vereinfachen», schreibt Knecht Reisen.

Um Reiselustigen die Unsicherheit zu nehmen, hat das Unternehmen aus Windisch ein spezielles Produkt lanciert. Das «Knecht Sorglos-Paket» soll vor allem eines: Das Umbuchen oder Annullieren einer Reise bis 30 Tage vor der Abreise möglichst einfach machen.