Windisch
Knecht Reisen eröffnet in Windisch das grösste Reisezentrum der Schweiz

Eine Bushalle mit 1800 Quadratmeter Fläche, drei Geschosse mit 180 Büroarbeitsplätzen und Seminarräume für bis zu 200 Personen. In zwei Wochen wird Knecht Reisen das grösste Reisezentrum der Schweiz eröffnen. Gekostet hat es 30 Millionen Franken.

Fabian Hägler
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Das Reisezentrum von Knecht Reisen
Roger Geissberger, Thomas Knecht und Andreas Meier (v.l.) geben Auskunft über das neue Reisezentrum

Alex Spichale

Kaum ein Navi findet die Schwimmbadstrasse 1 in Windisch, draussen pflanzen die Gartenbauer fleissig Büsche, drinnen sind Handwerker an der Arbeit – «aber unser neues Reisezentrum ist funktionsfähig», betont Thomas Knecht, Verwaltungsratspräsident der Knecht Holding AG.

In gut zwei Wochen wird der rund 30 Millionen Franken teure Bau mit einem grossen Reisefest (siehe Box) eingeweiht.

«Schon heute Morgen sind aber von hier aus 40 Personen mit dem Car an den Autosalon nach Genf gereist», erklärt Andreas Meier, Geschäftsführer von Eurobus.

Eröffnung: Reisefest am 28. und 29. März

In zwei Wochen ist die Bevölkerung zur Besichtigung des neuen Reisezentrums in Windisch eingeladen. Das Eurobus-Reisefest wird am Freitag, 28. März, um 10 Uhr eröffnet und bietet den Besuchern geführte Rundgänge durch den Neubau, Reisevorträge und Multivisions-Shows, Info-Stände, eine Festwirtschaft, eine Bus- und eine Oldtimer-Saurer-Ausstellung sowie Rundfahrten im Premium-Bus. Ausserdem haben Interessierte die Möglichkeit, einmal selbst einen Bus zu steuern und sich über Reiseangebote verschiedener Anbieter zu informieren. Zweimal täglich verkehren kostenlose Shuttle-Busse zwischen dem Reisezentrum und allen Eurobus-Einsteigeorten. Für den Shuttle-Transfer ist eine Anmeldung über die Website www.eurobus.ch/reisefest erforderlich. (az)

Bushalle bietet Wetterschutz

Beim derzeit schönen Wetter wurde dieser Gruppe der neue Komfort, den das Reisezentrum bietet, wohl kaum bewusst. «Alle Gäste können bei uns unter Dach und damit geschützt vor Wind, Kälte und Regen, in die Busse einsteigen», hält Meier fest.

Doch das neue Reisezentrum ist nicht nur Terminal für maximal 24 Busse und Einsteigeort für alle Destinationen, die Knecht Reisen bedient.

«Wir können hier auch unsere Philosophie, dass wir führende Spezialisten in unserem Marktbereich sein wollen, optimal umsetzen», erläutert Roger Geissberger, CEO der Knecht-Reisegruppe.

Bewusst bietet Knecht keine Badeferien oder Städtereisen an, sondern hat sich auf Nischen spezialisiert, wo lokale Kenntnisse und Beratung wichtig sind.

«Unsere Firmen haben den Strukturwandel in der Reisebranche, der durch das Internet ausgelöst wurde, bisher gut überstanden», freut sich Thomas Knecht.

Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern sei der Umsatz bei Knecht konstant geblieben. Offenbar schätzten viele Reiselustige die kompetente Beratung, die massgeschneiderte Angebote ermöglicht.

«In unserem neuen Reisezentrum werden die Kunden von Mitarbeitenden beraten, die zusammen mehr als 1500 Arbeitsjahre Erfahrung im Reisen mitbringen», macht Knecht deutlich.

Reisebüros bleiben erhalten

Nicht nur diese Zahl, auch die Ausmasse des Neubaus beeindrucken: Im Erdgeschoss erstreckt sich eine grosse Bushalle mit 1800 Quadratmetern Fläche.

Auf den drei Geschossen darüber befinden sich 180 Büroarbeitsplätze auf einer Fläche von über 2500 Quadratmetern sowie Vortrags- und Seminarräume für bis zu 200 Personen.

Das Reisezentrum ist der neue Hauptsitz für die Knecht-Tochtergesellschaften Eurobus, Car Rouge, Rivage Flussreisen, Knecht Reisen und Latino Travel.

Für Gäste und Mitarbeitende stehen 185 Aussenparkplätze , eine Parkgarage für 85 Stellplätze und ein Restaurant mit Cafeteria für 130 Personen zur Verfügung.

Optisch ist das Reisezentrum stark von Glas geprägt, «sinnbildlich für unser Ziel, möglichst viel Transparenz zu bieten», wie Knecht sagt.

«Für mich ist unser Neubau das Mekka für alle Reise- Interessierten in der Schweiz», fasst er zusammen. Dennoch bleiben die bestehenden Reisebüro-Filialen erhalten, «auch jene im nahen Brugg», wie Roger Geissberger betonte.

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