Windisch

KMU und Forschung kommen sich bei Fachhochschul-Anlass näher

Im Audimax der FHNW in Windisch trafen Experten zusammen, um über Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten zur Annäherung zwischen Hochschulen und KMU zu diskutieren.

Im Audimax der FHNW in Windisch trafen Experten zusammen, um über Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten zur Annäherung zwischen Hochschulen und KMU zu diskutieren.

Was von der Industrie längst genutzt wird – der Technologie- und Wissenstransfer von Hochschulen und Forschungsinstituten zu Unternehmungen – bietet auch den KMU Chancen. Das bedingt aber entsprechende Kontakte.

Hier setzte die Veranstaltung «Unterstützung bei Innovationen: Chancen für KMU» an. Der Anlass, der vom Service Center von Brugg Regio und der Standortförderung Aargau Services organisiert worden war, hat im Audimax der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sozusagen beide Seiten – Wissenschaft und KMU – zusammengebracht.

«Nähe herstellen»

«Innovation und technischer Fortschritt sind wichtige Themen», stellt Annelise Alig Abderhalden, Leiterin der Standortförderung Kanton Aargau, fest. «Im Aargau gibt es viele hoch innovative KMU, die weltweit an der Spitze stehen. Wir hören aber oft von Unternehmen, die im Wettbewerb die Nase vorne haben, dass es für sie schwierig ist, bei Forschungsinstituten oder Hochschulen den richtigen Ansprechpartner zu finden. Dafür ist dieser Anlass da. Er soll Einblick in die Fördermöglichkeiten geben und den Zugang zu den Forschungs- und Bildungsinstituten erleichtern.» Verena Rohrer, Leiterin Standortförderung und Service Center Brugg Regio, bringt die Sache auf den Punkt: «Ziel des Anlasses ist es, Nähe herzustellen.»

Anlaufstellen gibt es viele

Über Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten geben Philipp Dietrich (Direktionsstab Paul-Scherrer-Institut), Christoph Klöpper (Geschäftsführer i-net Innovation Networks Switzerland), Willy Schlachter (Präsident Forschungskommission des Forschungsfonds Aargau), Tibor Gyalog (Swiss Nanoscience Institute) und Markus C. Krack (FITT Forschung Innovation Technologietransfer) Auskunft.

«Es gilt, Nähe zu den KMU aufzubauen», betont Philipp Dietrich. «Mit der Industrie läuft das. Bei den KMU ist viel Potenzial vorhanden.» Für die Hochschulen sei der Bezug zur Praxis wichtig, sagt Willy Schlachter. «Wir haben erfolgreiche Projekte. Das sind Win-Win-Situationen.» Er stellt aber auch fest, dass bei dem KMU oft Hemmschwellen bestehen, auf die Angebote der Institute einzugehen.

In der Diskussion wird aus KMU-Optik das Marketing der Hochschulen vermisst. «Was die Hochschulen machen, dringt zu wenig zur Bevölkerung durch», erklärt Unternehmer Max Kuhn. Unterstrichen wird die Bedeutung des gegenseitigen Verständnisses. «Da bestehen zum Teil unterschiedliche Erwartungen», stellt Benno Meier fest, der Interimspräsident der Brugger Gewerbevereinigung Zentrum. «Da ist sicher noch Verbesserungspotenzial vorhanden.» Beide Seiten seien gefordert, aufeinander einzugehen, räumt denn auch Markus C. Krack ein. Immerhin stellt Tibor Gyalog fest: «Wir sind auf dem Weg der Annäherung.»

Gegen Ende der Veranstaltung zeigt der Unternehmer Reto Wettstein auf, wie die Zusammenarbeit mit einer Hochschule für ein KMU – in der Form eines vermarktungsfähigen Produkts – Früchte tragen kann. Sein Rezept: «Einfach probieren.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1