Windisch

Klingen kreuzen in der Höhle der Löwen

«Wir treten als neutrale Plattform für diesen Anlass auf»: Urs Hänggli, Jürg Baur und Markus Zumsteg von «Region Brugg jetzt» (von links). lp

«Wir treten als neutrale Plattform für diesen Anlass auf»: Urs Hänggli, Jürg Baur und Markus Zumsteg von «Region Brugg jetzt» (von links). lp

Statt Baumaschinen fahren am 13. Januar die Befürworter und Gegner des Kaufes der Campus-Neubauten zu einem Podiumsgespräch auf. Die Besetzung ist illuster.

Eigentlich hätten am 13. Januar auf dem Campusgelände in Brugg und Windisch die Baumaschinen auffahren sollen. Tun sie aber nicht. Die Baubewilligung liegt zwar vor. Dem Baubeginn steht aber die Referendumsabstimmung vom 13. Februar im Wege. Bei dieser Abstimmung geht es schlicht um die Frage, ob der Kanton – wie das der Grosse Rat beinahe einstimmig beschlossen hat – die Räume für die Fachhochschule kaufen und dafür knappe 190 Millionen Franken in die Hand nehmen soll.

Statt der Baumaschinen fahren jetzt aber am 13. Januar die Befürworter und die Gegner des – etwas arg verkürzt ausgedrückt – «Campus-kaufes» auf, oder besser ein: zu einem Podiumsgespräch zum Thema «Campuskauf: Ja oder nein?» in die Aula der Fachhochschule.

Eine neutrale Plattform

Organisiert wird der Anlass von der Gruppierung «Region Brugg jetzt». «Wir haben uns anerboten, die Veranstaltung durchzuführen», sagt Urs Hänggli von «Region Brugg jetzt». «Das passt gut in das Spektrum unserer Tätigkeit. Es ist eine logische Folgerung aus der Arbeit unserer Gruppierung.» Zwar dürfte man im Kreis von «Region Brugg jetzt» zweifellos eine eigene Meinung zum Kauf der Campus-Neubauten haben.

Markus Zumsteg von «Region Brugg jetzt» betont aber: «Wir treten als neutrale und unabhängige Plattform für diesen Anlass auf.» Das dürfte letztlich der Grund dafür gewesen sein, dass es «Region Brugg jetzt» gelungen ist, mit Willy Buchser – dem Urheber des Referendums – und mit Bruno Nüs-
perli die wohl prominentesten Gegner des Campuskaufes sozusagen in die Höhle der Löwen zu locken.

Podium mit illustrer Besetzung

Wie Jürg Baur von «Region Brugg jetzt» erklärt,sieht das Drehbuch vor, dass vor der Podiumsdiskussion – die von Peter W. Frey geleitet wird – beide Seiten die Möglichkeit haben, in Einführungsreferaten ihre Sicht der Dinge darzustellen. Bildungsdirektor Alex Hürzeler wird dabei den Pro- und der Aarauer Einwohnerrat Tobias Maurer den Kontra-Part zum Kauf der Campus-Neubauten vertreten.

Im Podiumsgespräch selber werden anschliessend alt Regierungsrat Kurt Wernli und Jürg Christener, der Direktor der Hochschule für Tech-
nik der Fachhochschule Nordwestschweiz, als Vertreter des regionalen Aktionskomitees «Ja zum Campus-Kauf» einerseits sowie Willy Buchser und Bruno Nüsperli, als Vertreter des Referendumskomitees anderseits, die Klingen kreuzen.

Angesichts der Tragweite des Entscheides der Referendumsabstimmung meint Markus Zumsteg: «Im Vorfeld der Abstimmung wird das Podiumsgespräch in der Fachhochschule möglicherweise die einzige kontradiktorische Veranstaltung sein. Man müsste daher diese Veranstaltung eigentlich in den Kanton hinaus exportieren.»

«Campuskauf: Ja oder nein?»
Podiumsgespräch. Donnerstag,
13. Januar, 19 Uhr, Aula Fachhochschule
Brugg-Windisch.

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