«Zehn Regenzeiten ist es her, dass der Tiger Shere Khan versucht hat, den kleinen Menschenjungen Mowgli zu fressen und stattdessen im Feuer gelandet ist. Jetzt lebt Mowgli bei einem Wolfsrudel und lernt von seinen Freunden Baloo und Bagheera alles über die Dschungelgesetze», liest Antje Seidel vor. Ihre Stimme führt durch die Vorstellung des Kindermusicals «Das Dschungelbuch». Die Kinder des Chors erzählen den Rest der Handlung, entweder indem sie Lieder singen oder indem sie selbst in die Rolle der Charaktere aus dem indischen Dschungel schlüpfen.

Locker vom Hocker! Der Kinderchor Riniken auf der Bühne

Locker vom Hocker! Der Kinderchor Riniken auf der Bühne.

Der Kinderchor singt unter der Begleitung der Musikgesellschaft Riniken. «Unser Dirigent, Rafal Jastrzebski, machte den Vorschlag, dass wir ein Kindermusical auf die Bühne bringen, und wir fanden es eine gute Idee», sagt Karin Horlacher, Präsidentin der Musikgesellschaft. Diese entschied, anstelle eines Kirchenkonzerts dieses Musical auf die Bühne zu bringen. «Eigentlich haben wir es in einem kleineren Rahmen geplant, aber die Nachfrage war sehr gross. Dann haben wir uns entschieden, doch in der Turnhalle zu spielen und jetzt sind beide Vorstellungen ausgebucht», sagt Horlacher.

Wie geht es weiter mit dem Chor?

Seraina Telli hat die Leitung des Kinderchors übernommen. «Der Chor wurde nur für dieses Musical gegründet. Aber wenn das Interesse besteht, mache ich gerne weiter», erklärt Telli.

Die Kinder sind die Stars des Abends: Die ganze Bühne hat sich in einen wilden Dschungel verwandelt mit vielen Pflanzen. Von der Decke hängen grüne Äste. Die Musikgesellschaft hat sich in den hinteren Teil zurückgezogen und verschwinden fast im Dickicht. Nur ihre roten Hemden und die metallenen Instrumente blitzen manchmal im Dschungel auf.

Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nützen den Vordergrund dafür ganz aus. Sie erzählen die Geschichte von Mowgli, der Bekanntschaft mit einer Elefantenpatrouille macht, von Affen entführt wird und auf die Hilfe seiner Freunde zählen kann. Auch dann, wenn der böse Tiger auftaucht. Dabei singen sie immer wieder Lieder: etwa über König Lui, der die Affen anführt und am liebsten selbst ein Mensch wäre.

Kinder gehen in ihren Rollen auf

«Für mich war es sehr faszinierend zu sehen, wie die Kinder anders schauspielern, wenn sie ihre Kostüme anhaben. Maskiert sind sie viel mehr in ihren Rollen und kommen viel mehr aus sich heraus», sagt die Präsidentin der Musikgesellschaft.

Seit August haben die 31 Kinder des Chors zusammen geübt und seit November probten sie zusammen mit der Musikgesellschaft. Horlacher fügt noch hinzu: «Besonders gefreut hat uns, dass die Kinder vom Chor so regelmässig in die Proben gekommen sind, und dass sie mit so grosser Freude dabei waren.»