Brugg

Kleine Närrinnen und Narren tanzten im Salzhaus

Die Kinderfasnacht im Brugger Salzhaus und die erste Black-&-White-Wagennacht zogen am Samstag viele Cowboys, Prinzessinnen und Ritter an. An den Schnitzelbänken bekam auch Chriesischteispeuzer Thomas Steinhauer ein Kränzchen.

Das Salzhaus ist am Samstagnachmittag fest in Kinderhand. Alle haben sich prächtig verkleidet und geschminkt. Hier ein cooler Cowboy, dort eine Raubkatze oder ein Ritter; sie alle sind gekommen, um den Kinderfasnachtsball zu geniessen.

Als «Mars»-Schoggistängel verkleidet tanzen Kristina und Jara. Sie haben sich an das Motto der Brugger Fasnacht gehalten und es nur leicht abgeändert: Auf ihren Köpfen thront eine Karte mit der Aufschrift «Vorwärts» und hinten steht «Mars». Ein kleines Fröschlein hält Papis Hand und schaut dem Treiben erst einmal zu. Als jedoch Pipo mit einer Polonaise durch das Salzhaus tanzt, hängt sich auch das Fröschlein dran. Mit dem Nuggi im Mund.

Velohelm umfunktioniert

Joëlle stolziert mit dem neuen Sammelspiel eines Grossverteilers auf dem Kopf herum. Sie hat die Steine und Bilder auf einem Velohelm platziert. «Ich habe einen Tag lang mit Mami an dieser Maske gearbeitet», sagt sie.

Black-&-White-Wagennacht

Michael Jacksons «Black or White» dröhnt aus den Lautsprechern. Der Startschuss zur ersten Black-&-White-Wagennacht ist gefallen. Zuvor waren die Kreateure von fünf Fasnachtswagen damit beschäftigt, ihre riesigen Vehikel vor dem Hotel Rotes Haus zu parkieren. Kein leichtes Unterfangen. Bis alle Wagen auf ihrem Platz stehen, vergeht einige Zeit. Gekommen sind vorwiegend die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler der fünf Wagen.

D'Andalusier aus Mellingen sind dieses Jahr Schlümpfe und zetteln zum Schlumpfenlied gleich eine Polonaise an. D'Flue-Geischter aus Untersiggenthal benutzen die Windkraft, um Steaks zu brutzeln. Bei den Schmalzpicker Gebenstorf sind die Affen los.

«Wir wollen mit der Wagennacht etwas Neues ausprobieren und werden dies ein paar Jahre testen», sagt René Hänggi von der Konfettispalterzunft. «Die Leute sollen die Fasnachtswagen nicht nur am Umzug, sondern in Ruheposition bestaunen können», so Hänggi. Die Idee mit der Wagennacht hatte Remo Suhner, der in Brugg aufgewachsen ist. «Ich war schon immer ein Fasnächtler und dachte mir, es wäre schön, die Leute könnten die Wagen auch einmal in der Nacht sehen.»

Auf der «Baustelle» geschuftet

Im Salzhaus lauschten die Gäste derweil den Schnitzelbänken von Wüehlmüüs oder schauten den chrampfenden «3 vo de Baustelle» zu. Beide Gruppen hatten die Posse um die Brugger Fasnachtsfahnen in ihr Programm aufgenommen.

DWüehlmüüs windeten zudem Chriesischteispeuzer Thomas Steinhauer ein Kränzchen, der sich als grösstes Schweizer Talent im Fernsehen versuchte: «Der DJ Bobo het das Steinispucke globbt, dRigozzi het en uuse gmobbt. Aber sgröscht Talänt bliibsch als Aarefääger.»

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