Brugg

Klassische Werke in der Stadtkirche: Ein Abend mit besonderen Momenten

Dietrich Zöller, Solist an der Querflöte, überzeugt mit dem Orchester das Publikum in der Stadtkirche.

Dietrich Zöller, Solist an der Querflöte, überzeugt mit dem Orchester das Publikum in der Stadtkirche.

Der Orchesterverein Brugg spielte in der Stadtkirche klassische Werke – Flötist Dietrich Zöller brillierte als Solist.

Eine Umfrage im Orchester hat über das Konzert entschieden. Die Musikerinnen und Musiker wollten mit klassischen Werken wieder einmal «zurück zu ihren Wurzeln» gehen und ein Programm präsentieren, wie es vor 25 Jahren noch weit verbreitet war. Sie spielten Werke von Bach, Devienne und Schubert. Die Besucher überzeugte diese Entscheidung, sie genossen das Novemberkonzert «Classic? – Klassik!» des Orchestervereins Brugg unter der Leitung von Markus Joho. Der Solist Dietrich Zöller verzauberte dabei die Zuhörer mit seiner Querflöte.

Die Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll ist eine Folge von Tanzsätzen, komponiert von Johann Sebastian Bach vor etwa 200 Jahren. Dirigent Markus Joho führte die Musikerinnen und Musiker an diesem Abend souverän durch die Ouvertüre, in der das Verhältnis zwischen der virtuosen Querflöte und dem gesamten Orchester immer wieder neu bestimmt wird.

Solist belohnte spontan das Publikum

Auch wenn man kein Klassik-Experte ist, spätestens bei der abschliessenden «Badinerie» sagte sich so mancher Zuhörer: «Das kenne ich doch.» Präzise und temporeich spielte Dietrich Zöller diese bekannte Melodie auf seiner Querflöte, während das Orchester ihn begleitete. Das anschliessende Flötenkonzert Nr. 7 in e-Moll von Francois Devienne erinnert an Werke von Mozart. «Allerdings geht Devienne im Konzert viel weiter als Mozart, was die Virtuosität, die Geläufigkeit und die Ausnutzung der technischen Möglichkeiten der Flöte angeht. Nicht zuletzt deshalb, weil er selbst Flötist war», so Zöller.

Beim Zuhören entstand der Eindruck, als ob die Töne der Querflöte immer ganz behutsam vom Orchester aufgefangen und weitergeführt werden. Das Publikum honorierte das musikalische Können mit lang anhaltendem Applaus. Zöller belohnte das Publikum spontan mit einem Zusatzstück von Bach.

Eine eigene musikalische Sprache

Das dritte Werk, die Sinfonie Nr.5 in B-Dur von Franz Schubert entstand 1816. «In dieser Zeit suchte Schubert nach einer eigenen musikalischen Sprache», verrät das Konzertprogramm. Das Orchester übersetzte diese Sprache und machte aus der Sinfonie für den Moment etwas ganz Besonderes.

Am Ende des Abends überreichte Käthi Süess dem Konzertmeister Martin Lehmann, Solist Dietrich Zöller und Dirigent Markus Joho je eine kleine Tüte mit roten Rosen und zartschmelzenden «Schoggigugelhöpfli» drin. Die Zuhörer, der Dirigent und alle Musikerinnen und Musiker strahlten nach dem offensichtlich gelungenen Konzertabend.

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