Präsidentin Silvia Schneider-Roth ist zufrieden über den Ausgang der Kirchgemeindeversammlung vom Freitag und über das Wahlresultat vom Sonntag. So haben die Kirchgemeindemitglieder das Budget 2019 mit einem Steuerfuss von 24% (statt bisher 23%) genehmigt. Zudem zeigte eine Konsultativabstimmung, dass trotz der angespannten finanziellen Situation ein Verkauf des Pfarrhauses und des Landes nicht gewünscht ist.

Viel eher waren die Anwesenden dafür, dass in Zukunft eine Fusion mit einer anderen reformierten Kirchgemeinde eine Möglichkeit ist. «Ein Argument war auch, dass wir das Pfarrhaus in unserem Besitz behalten, um bei einer allfälligen Fusion nicht mit leeren Händen dazustehen», erklärt Kirchgemeindepräsidentin Silvia Schneider-Roth gegenüber der AZ. Hintergrund für diese Abklärungen: Die Landeskirche schreibt den Kirchgemeinden eine ausgeglichene Jahresrechnung vor. Thalheim erhält aber ab dem Jahr 2019 keinen Finanzausgleich mehr. Für das Jahr 2018 waren es noch rund 50 000 Franken.

Fusionszeitpunkt ist unklar

Sparmassnahmen wurden in der Kirchgemeinde bereits eingeleitet. Diese dürften aber irgendwann ausgeschöpft sein. So werden die Stellenprozente des Pfarrers reduziert (ab 2021 noch für 60%, die AZ berichtete) oder die Zusammenarbeit mit umliegenden Kirchgemeinden forciert. Bis 2022 dürfte es aber noch zu keiner Fusion kommen, sagt Schneider-Roth. «Wann genau das der Fall sein wird, ist noch unklar», ergänzt sie.

Die Aufgaben, welche die am vergangenen Sonntag neu gewählte Kirchenpflege übernimmt, sind nicht einfach. Aber immerhin: Die reformierte Kirchgemeinde Thalheim ist mit der Wahl von drei Neuen und zwei Bisherigen vom Sonntag an einem teuren Kuratorium vorbeigeschrammt. Sämtliche freien Sitze konnten besetzt werden. Auch jener der zurücktretenden Präsidentin Silvia Schneider-Roth. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2019.