Brugg-Windisch
Kirchgemeinde rückt dank neuem Pastoralraum zusammen

Bischof Felix Gmür setzte vor 500 Besuchern den Pastoralraum in Kraft.

Edgar Zimmermann
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Brugg-Windisch Kirchgemeinde Pastoralraum
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Im Rahmen eines eindrücklichen Festgottesdienstes errichtet Bischof Felix Gmür den Pastoralraum Brugg-Windisch (2)
Frühere und heutige Pfarrherren sind Mitzelebranten beim von Bischof Gmür gehaltenen Festgottesdienst.
Ein vereinigter Ministrantenchor sorgt für den musikalischen Schlusspunkt unter den Gottesdienst.
Rund 80 Sängerinnen und Sänger der vereinigten Kirchenchöre begeistern mit ihren Vorträgen.
Um die 500 Besucher geniessen nach dem Gottesdienst im Festzelt ein Mittagessen und das gesellige Verweilen am denkwürdigen Tag
Bischof Gmür sucht im Festzelt den Kontakt mit vielen Besuchern.

Brugg-Windisch Kirchgemeinde Pastoralraum

Edgar Zimmermann

Die Windischer Marienkirche war prall gefüllt, als Pater Salomon in der Begrüssung mit Freude vermerkte, dass die zweijährigen Vorarbeiten nun ihren Abschluss finden. Bischof Felix Gmür nahm das Lukas-Evangelium zum Anlass darauf hinzuweisen, dass der Zöllner Zachäus zwar ein Sünder war, dass Gott sich aber gleichwohl zu ihm hinbegeben hat. Die versammelte Menschenmenge hatte Zachäus ein Fenster geöffnet, indem er dadurch erfahren habe, dass Jesus anwesend ist. Die Menschenmenge könne heute mit der Kirche und dem Pastoralraum gleichgesetzt werden.

Auch der neue Pastoralraum soll den Menschen ein Fenster zu Gott öffnen, damit sie den Zugang noch besser finden. «Ich wünsche ihnen in diesem Bestreben Erfüllung.» Mit wenigen Worten setzte der Bischof den Pastoralraum in Kraft. Alsdann dankte er dem Team, angeführt von Simon Meier, für das grosse Engagement bei der Umsetzung des Projektes. Dass im Seelsorgeteam viele Frauen mitwirken, sei ebenfalls sehr erfreulich.

«Missa pro Patria»

Die Messe wurde mitzelebriert von Bischofsvikar Christoph Sterkmann sowie früheren und heutigen Pfarrherren und Seelsorgerinnen. Ein musikalisches Glanzstück boten die vereinigten Kirchenchöre von Brugg, Windisch und Schinznach. Unter der Leitung der Dirigenten und Organisten Jan Sprta und Giuseppe Raccuglia und unterstützt von einem Bläserensemble, führten die 80 Sängerinnen und Sänger unter anderem Teile der «Missa pro Patria» von Jean Baptiste Hilber in einer packenden Darbietung auf. Für eine weitere musikalische Bereicherung sorgte der Brugger Chor Gregoriana, und den fröhlichen Schlusspunkt setzte der neu zusammengefügte Ministrantenchor.

Pastoralraumleiter Simon Meier bat die Anwesenden um Offenheit, Verständnis und Mitarbeit in der neuen Organisation. Er wie auch Kirchenpflegepräsident Jürg Meier dankten allen Beteiligten für die Aufbauarbeit. «Nun besteht eine hervorragende Basis für die Seelsorge der Zukunft, jetzt gilt es, das Konzept umzusetzen.» Oder, wie es der Präsident des aargauischen Kirchenrates, Luc Humbel, formulierte: «Jetzt muss in die Strukturen Leben einkehren.»

Um die 500 Gäste genehmigten sich im Festzelt ein feines Mittagessen, unter ihnen auch Bischof Gmür, der es sich nicht nehmen liess, mit vielen Besuchern Kontakte zu knüpfen. Im Pfarreisaal präsentierten sich Pfarreien und Missionen, philippinische Tänzerinnen und die Wettinger A-capella-Gruppe Pom erfreuten das Publikum, und die Kinder konnten sich bei allerlei Spielen vergnügen.