Schinznach-Dorf

Kirchgemeinde Brugg stellt Portaits ihrer Helfer aus

Sozialarbeiterin Iris Bäriswyl (links) und Esther Uebelhart (Sakristanin der katholischen Kirche Schinznach-Dorf) vor Fotos der Freiwilligen.  EF.

Sozialarbeiterin Iris Bäriswyl (links) und Esther Uebelhart (Sakristanin der katholischen Kirche Schinznach-Dorf) vor Fotos der Freiwilligen. EF.

Die Römisch- katholische Kirchgemeinde Brugg windet ihren freiwilligen Helfern ein Kränzchen. Sie organisiert eine Wanderausstellung. 16 Helferinnen und Helfer wurden portraitiert.

«Ich finde es schön, wenn man anderen seine Hilfe anbieten kann», sagt Sandra Müller. So wie die Ministrantinnenleiterin empfinden 300 freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich in der Pfarrei Brugg mit Riniken und Schinznach sowie in der Pfarrei Windisch-Birrfeld engagieren. Bisweilen arbeiten sie seit Jahren für die Gemeinschaft – unentgeltlich und ohne sich selbst ins Rampenlicht zu rücken. Für Iris Bäriswyl, Sozialarbeiterin der katholischen Kirchgemeinde Brugg, kann diese Hilfe «nicht genug gewürdigt werden».

«Sie sind alle bescheiden»

Mit einem besonderen Dank zeigen die Seelsorgeteams und die Kirchgemeinde nun im «Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit» ihre Wertschätzung. Sie liessen für eine Wanderausstellung 16 Helferinnen und Helfer vom Fotografen Roger Wehrli porträtieren. Einfach sei es nicht gewesen, die fünfzehn vor die Kamera zu bekommen, sagt Iris Bäriswyl. «Sie sind alle ganz bescheiden; deshalb haben sie sich auch nicht auf den Aufruf in der Kirchenzeitschrift ‹Horizonte› gemeldet.» Somit oblag Iris Bäriswyl die Auswahl, wobei sie Alter, Geschlecht und verschiedene Aufgaben der einzelnen Helfer berücksichtigte.

Einige Angefragte hätten Bedenken im Hinblick auf das Vorhaben geäussert, sagt Iris Bäriswyl, die mit Stephan Lauper für das Konzept steht. Aber der Gedanke, dass «15 für 300 Freiwillige stehen, die unserer Kirche ein Gesicht geben», vermochte schliesslich zu überzeugen. Also suchten Iris Bäriswyl und Roger Wehrli die Ausgewählten in ihrem Umfeld auf. Und so ist eine Foto-Serie entstanden, die den Betrachter sympathisch berührt. Dabei wirkt sie auf den ersten Blick nicht spektakulär. Wer die katholische Kirche in Schinznach-Dorf aufsucht, wird die an der Fensterfront hängenden Fotos zunächst vielleicht nicht bemerken.

Doch ein Drehen des Kopfes – und man blickt in junge und ältere Gesichter und liest die dazugehörigen Aussagen. «Die Freiwilligenarbeit gibt mir sehr viel zurück, etwa Dankbarkeit, Freude und Sympathie», sagt Alice Lanz, Gastgeberin der Seniorennachmittage und im Vorbereitungsteam der Frauengruppe Birrfeld. Von einem weiteren Foto lächelt Toni Aeschi der Betrachterin entgegen: «Seit über 40 Jahren bin ich am 6. Dezember als St. Nikolaus unterwegs. Ich möchte diesen christlichen Brauch noch lange ausüben, denn bei jedem Besuch bringt er vorweihnachtliche Stimmung in die Familien und den Kindern einen grossen Chlaussack voller Süssigkeiten.» Der Pfarreiratspräsident Birrfeld ist Ehrenchlaus und Mitorganisator der Samichlausgruppe Birrfeld.

Meistgesehen

Artboard 1