Thalheim

Kirche muss sparen: Nun wird das Pfarramtspensum reduziert

Die Stellenprozente des Pfarrers der reformierten Kirche in Thalheim werden gestaffelt gekürzt. (Archiv)

Die Stellenprozente des Pfarrers der reformierten Kirche in Thalheim werden gestaffelt gekürzt. (Archiv)

Die reformierte Kirchgemeinde muss sparen. Nun hat sie an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung beschlossen, die Stellenprozente des Pfarrers in Thalheim zu kürzen.

Die Teilrevision des Reglements über den Finanzausgleich hat verschiedene Auswirkungen für die Kirchgemeinden. Thalheim ist vom Wegfall des Finanzausgleichs ab 2019 stark betroffen. Obwohl die Kirchgemeinde bisher sparsam mit den Steuergeldern umgegangen ist, muss sie zusätzlich sparen.

Nachdem an einem Informationsabend bereits verschiedene Sparmöglichkeiten andiskutiert wurden, machten die Kirchgemeindemitglieder an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Mittwochabend Nägel mit Köpfen.

Dem Antrag der Kirchenpflege, die vorschlug, das Pensum des Pfarrers schon ab dem Jahr 2019 auf 60 Prozent zu reduzieren, stimmten die Mitglieder allerdings nach angeregter Diskussion nicht zu. Die Kirchenmitglieder befürchteten bereits im Vorfeld, dass das Gemeindeleben leidet, wenn der Pfarrer sein Pensum reduzieren muss. «Eine allfällige Reduktion würde nicht nur mich betreffen, sondern ginge vor allem zulasten der Menschen in Thalheim», bedauerte Pfarrer Stefan Huber in einem früheren Artikel der AZ.

Pensum wird gestaffelt gekürzt

Der Gegenvorschlag aus der Versammlung kam dann besser an. Dieser sah vor, dass das Pfarramt Thalheim gestaffelt über die nächste Legislatur (2019–22) von 80 auf 60 Stellenprozente gekürzt wird. Im Jahr 2019 sollen es noch 80 Stellenprozente sein, im Jahr 2020 70 und ab dem Jahr 2021 noch 60 Stellenprozente. Dieser Antrag wurde gemäss Kirchenpflegepräsidentin Silvia Schneider-Roth grossmehrheitlich angenommen.

Auf eine Erhöhung der Kirchensteuern hat die Kirchenpflege übrigens bewusst verzichtet: «Das würde zu wenig Geld in die Kassen spülen, um die finanzielle Situation zu entschärfen», sagt Schneider-Roth gegenüber der AZ.

Am Mittwochabend weiter angenommen wurde der Antrag der Kirchenpflege nach einer Umwandlung der Residenz- in eine Wohnsitzpflicht des Pfarrers. Entsprechend muss Pfarrer Stefan Huber künftig lediglich auf dem Gemeindegebiet wohnhaft sein. Er tritt bei den Wahlen im November 2018 für die neue Legislatur 2019–22 erneut an.

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