Villigen
Kindergärtler feiern Richtfest beim Kindergarten

Kindergärtler besuchen den Rohbau des neuen Gebäudes. Als Gäste sind sie beim Richtfest für den Neubau des Kindergartens bei der Schulanlage Erbslet dabei.

Louis Probst
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«Wer will fliissigi Handwärcher gseh, de mues zu eus hi cho», singen die Kindergärtler – alle wohl «behütet» unter gelben Plastikhelmen – aus vollem Halse. Allerdings sind sie – die Kinder – zu den fleissigen Handwerkern gekommen. Als Gäste sind sie beim Richtfest für den Neubau des Kindergartens bei der Schulanlage Erbslet dabei.

«Wir haben lange geübt», gesteht Gemeinderat Markus Bänziger. Er meint nicht das Lied der Kinder, sondern das Projekt. «Der Kindergarten ist ein Werk für die Zukunft», stellt er fest. «Wir bauen ihn, weil bei der Fusion von Stilli und Villigen festgehalten worden ist, dass der Kindergarten künftig im Erbslet untergebracht werden soll. Der Neubau liegt in der geografischen Mitte der Gemeinde.»

Die Angliederung des Kindergartens an die Schulanlage sei zudem ideal für die Lehrpersonen und auch für die Kinder. «Ich bin überzeugt, dass wir auf gutem Wege sind», stellt Markus Bänziger fest und lobt die Generalunternehmung, die Erne Holzbau AG aus Laufenburg.

Auch Architekt René Hasenfratz vom Büro Keller und Hasenfratz in Brugg streift die lange Vorgeschichte, an deren Ende die Lösung mit einem Pavillon mit zwei Kindergartenzimmern und Nebenräumen steht. Eine Lösung, die der Gemeindeversammlung seinerzeit einen Kredit von 1,815 Millionen Franken wert gewesen ist. «Jetzt steht der Rohbau», sagt René Hasenfratz. «Bald wird das Gebäude beheizt. Und damit kann mit dem Innenausbau begonnen werden.»

Anfangs August sei der Spatenstich erfolgt, erklärt Daniel Leber, Projektleiter bei der Holzbau Erne AG. «Rund zehn Wochen später steht der Rohbau. Im Februar werden wir den Kindergarten der Bauherrschaft übergeben. Das Gebäude wird mit vorfabrizierten Elementen erstellt. Es erfüllt nicht nur die höchsten Ansprüche der Bautechnik. Es ist auch so konstruiert, dass es problemlos aufgestockt werden kann.»

Konzentrierung bringt Vorteile

Mit den Kindern freut sich Schulleiter Koni Burger auf den Kindergarten – und auf sein Büro im neuen Gebäude. «Es ist ein riesengrosser Vorteil, Schule und Kindergarten an einem Ort zu haben», betont er. «Das ist für die Qualitätsentwicklung der Schule wichtig, und es ist auch für die Kinder besser. Zudem können die Werkräume und die Küche der Schule genutzt werden. Schule und Kindergarten können so gemeinsam Projekte durchführen.»

Auf einem Rundgang unter der Führung von Daniel Leber machen die Kinder Bekanntschaft mit dem neuen Gebäude. Daniel Leber erklärt ihnen, was die fleissigen Handwerker alles machen, bis der Kindergarten bezogen werden kann. Als er den Zimmermann erwähnt, meint ein Knirps: «Der Zimmermann bin ich. Ich heisse Zimmermann.»

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