Windisch
Kindergärtler betätigen sich als Bauarbeiter, Bergsteiger und Gärtner

Windisch gehört zu den ersten Gemeinden im Kanton, welche die Umgebung der Kindergärten massiv umgekrempelt haben mit dem Ziel, den Kindergärtlern mehr Möglichkeiten zu verschaffen zum Werken und Wirken.

Edgar Zimmermann
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Die neue Aussenanlage gewährt eine Vielzahl von Betätigungsmöglichkeiten.

Die neue Aussenanlage gewährt eine Vielzahl von Betätigungsmöglichkeiten.

Edgar Zimmermann

Die Lehrpersonen der hiesigen Kindergärten haben zwei Jahre lang mit fachlicher Unterstützung der Fachhochschule Nordwestschweiz und des Naturama Aargau ein Konzept erarbeitet, das in den letzten Monaten umgesetzt wurde.

Als letzter war der Doppelkindergarten Klosterzelg an der Reihe; am Mittwochabend konnte dieser Aussenraum eingeweiht werden.

Schulleiter Martin De Boni erinnerte dabei an die Ausgangslage. Die bisherigen Spielplatzgeräte befanden sich in einem schlechten Zustand. Statt Ersatz zu beschaffen, suchte man nach einer Alternative, einem neuen Konzept.

Anstelle einer «Möblierung» sollten eine Art Kinder-Baustelle, Hügel-Landschaft, Werkstatt, Garten entstehen. Der Einwohnerrat gab einen Bruttokredit von 160 000 Franken frei. Im Weitern gewährte die Schneider-Wülser-Stiftung einen namhaften Beitrag.

Remy Schärer hatte seitens der Gemeinde die Bauleitung inne. Die Realisierung erfolgte durch Gartenbau Schoop in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Naef, weiteren Experten, den Lehrpersonen und unter Einbezug der Kindergärtler. So entstanden Hügel, Erdwälle, Senken, Sand- und Kiesanlagen, Wasserstellen, Schaukelgeräte.

Steinblöcke wurden platziert, ein alter Baumstamm, Holzpfähle. Hecken und Bäume gehören ebenso zur Anlage wie mobile Elemente, so Platten, Äste, Rugel. Im Garten kann gepflanzt und geerntet werden.

Mit Begeisterung haben die Kinder den Aussenraum in Beschlag genommen, so auch bei der Einweihung: Sie zeigten ihren Eltern mit Stolz ihre neuen Wirkungsstätten und Proben ihres Könnens. Beeindruckt waren auch Gemeinderätin Rosi Magon und die Leiterin der Kindergärten, Doris Imhof. Die Anlage ist kindgerecht überzeugend gelungen.

Vorsorglich sind die Eltern informiert worden, dass sie künftig die Kleidung der Kinder den möglichen Aktivitäten im Freien anpassen sollten, da die Kleider durchaus verschmutzt werden können.

De Boni übergab den Kindergarten-Lehrpersonen bei der Einweihung zudem ein Sanitätstäschchen zur «Verarztung» allfälliger Wunden, die beim Wirken der Bauarbeiter, Bergsteiger und Gärtner entstehen könnten.