Windisch

Kindergarten Dohlenzelg soll nicht umgezont werden

Der Gemeinderat schlägt vor, auf eine Umzonung des Kindergartens Dohlenzelg zu verzichten.

Der Gemeinderat schlägt vor, auf eine Umzonung des Kindergartens Dohlenzelg zu verzichten.

Freiräume, in denen Begegnungen und Aktivitäten möglich sind, gewinnen an Bedeutung. Deshalb soll das Areal des Kindergartens Dohlenzelg auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen, entscheidet der Einwohnerrat.

Der Windischer Einwohnerratspräsident Dave Roth hat von einer denkwürdigen Dreifach-Sitzung gesprochen im November des letzten Jahres. Nach zahlreichen Wortmeldungen, einer lebhaften Debatte, war die Gesamtrevision der Nutzungsplanung unter Dach und Fach. Zurückgewiesen wurden allerdings das Hochhauskonzept, die Umzonung des Kindergartens Dohlenzelg sowie eine Bestimmung zu den Wohnzonen W3 und W4.

Aussage zum Besitzstand heutiger Eigentümer

An der nächsten Sitzung des Einwohnerrats am 23. Oktober steht die Gesamtrevision der Nutzungsplanung ein weiteres Mal zur Diskussion, konkret: die Behandlung von zwei der drei Rückweisungen. Einzige Ausnahme ist die Thematik der Hochhäuser, die dem Einwohnerrat später unterbreitet wird.

Überarbeitet und neu formuliert hat der Gemeinderat die Bestimmungen zu den Wohnzonen W3 und W4. Diese sind für Mehrfamilienhäuser bestimmt. «Zusammengebaute Einfamilienhäuser oder andere Bauten sind zulässig, sofern gesamthaft mindestens drei Wohneinheiten geschaffen werden. Bei bestehenden Ein- oder Zweifamilienhäusern ist eine Erweiterung über den Besitzstand hinaus zulässig, wenn dadurch eine zusätzliche Wohneinheit geschaffen wird», lautet der Text.

Die Regelung ist gemäss Gemeinderat unabdingbar für die Erfüllung der Vorgabe zur hochwertigen Siedlungsentwicklung nach innen und der angemessenen Ausnutzung der betroffenen Parzellen. Zwar sollen in diesen Zonen neu keine klassischen Einfamilienhäuser entstehen. Bestehende Bauten aber sollen in ihrem Besitz weiterhin geschützt sein.

Die Freiräume gewinnen an Bedeutung

Beim Kindergarten Dohlenzelg schlägt der Gemeinderat vor, auf eine Umzonung zu verzichten und die Parzelle weiterhin wie bisher in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zu belassen – «im Sinn der Rückweisung».

Zur Erinnerung: Der Rückweisungsantrag wurde damit begründet, dass durch die zentrale Lage des Kindergartens Dohlenzelg zukünftig auch andere öffentliche Nutzungen anstelle einer Wohnnutzung in Betracht gezogen werden müssen. An Bedeutung an zentralen Lagen gewinnen Freiräume, in denen Begegnungen und Aktivitäten möglich sind. Deshalb soll das Areal des Kindergartens Dohlenzelg auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen.

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