Lupfig
Killer AG: Der Ladenbauer zieht um und erstellt Neubau

Auf der rund 13000 Quadratmeter grossen Parzelle in Lupfig entstehen zwei Produktionshallen, Lagerflächen und ein Bürogebäude. Am Donnerstagnachmittag fand der Spatenstich bei schönstem Wetter statt.

Michael Hunziker
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Spatenstich Killer
7 Bilder
Beim Spatenstich nimmt Marco Killer im Bagger Platz
Lupfigs Gemeindeammann Richard Plüss hofft, dass die Killer Ladenbau AG auch am neuen Standort grossen Erfolg haben wird
Der Aargauer Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann freut sich über das erfolgreiche Unternehmen
Rund 130 Gäste finden sich zum Spatenstich ein
Marco Killer, Inhaber und Verwaltungsratspräsident, spricht von einem wegweisenden Tag für das Unternehmen
Bestens gelaunt gehts zum Spatenstich

Spatenstich Killer

AZ

Die Platzverhältnisse am heutigen Standort in Turgi sind eng, ein Ausbau des alten Gebäudes mitten im Wohnquartier nicht sinnvoll: Die Killer Ladenbau AG zieht deshalb nach Lupfig. Auf einer rund 13 000 Quadratmeter grossen Parzelle an der Industriestrasse realisiert der landesweit tätige Ladenbauer einen modernen Neubau.

Gestern am späteren Nachmittag hat bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen sowie im Beisein von rund 130 Gästen der Spatenstich stattgefunden. Anwesend waren Mitarbeiter und Freunde, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Nachbarn. Marco Killer, Inhaber und Verwaltungsratspräsident, sprach von einem wegweisenden Tag für das Unternehmen. Die Planungsphase habe lange gedauert, jetzt sei der richtige Zeitpunkt, zu bauen, stellte er fest. Der Entscheid für den Neubau sei 2009 gefallen, blickte er zurück. Damals habe sich die Frage gestellt: «Wollen wir so bleiben, wie wir sind, oder glauben wir an unsere Zukunft und geben wir Gas?»

Arbeitsweg nur wenig länger

Glücklich sei er gewesen, als er in Lupfig, an prädestinierter Lage in der Nähe der Autobahn, freies Bauland in der gewünschten Grösse und Form gefunden habe, fuhr der Inhaber und Verwaltungsratspräsident fort. Ein Vorteil sei, dass sich der Arbeitsweg für die Mitarbeiter nur um maximal wenige Minuten verlängere. Wert gelegt werde beim Neubau auf die Details, betonte Killer. Ziel sei es, etwas Schönes zu bauen. Denn wenn der Kunde ankomme, müsse er etwas spüren.

Es sei nicht nur ein schöner Tag für die Firma Killer, sondern auch für ihn als Aargauer Volkswirtschaftsdirektor, sagte Urs Hofmann. Er freue sich, dass es diesem Unternehmen so gut gehe, dass es auch in unsicheren Zeiten Investitionen tätige. Denn gerade heute hätten viele KMU unter dem starken Franken sowie der zunehmen Konkurrenz zu leiden. «Da sind Erfolgsgeschichten umso erfreulicher.»

Es brauche Mut, ein solches Vorhaben zu verwirklichen und so weit in die Zukunft zu schauen, sagte Richard Plüss, Gemeindeammann in Lupfig. Er hoffe, dass die Firma auch am neuen Standort grossen Erfolg haben werde.

Der Neubau besteht aus zwei Produktionshallen mit einer Grundfläche von rund 4000 Quadratmetern sowie grosszügigen Lagerflächen im Untergeschoss. Ebenfalls entsteht ein dreistöckiges Gebäude mit rund 2000 Quadratmeter Büroflächen. Das gesamte zweite Obergeschoss soll vermietet werden.

2018 startet die Produktion

Das Heizen respektive Kühlen erfolgt mit einem ausgeklügelten System. Einerseits wird die Abwärme aus den Produktionsprozessen zurückgewonnen und mit einer Wärmepumpe auf das benötigte Temperaturniveau gebracht. Die dabei entstehende Kälte kann auf der anderen Seite ebenfalls im Gebäude genutzt werden. Und bei Bedarf – falls in den Kreisläufen also einmal nicht genügend Wärme beziehungsweise Kälte vorhanden sind – wird das Grundwasser als zusätzlicher Energieträger verwendet. Auf den Dächern ist überdies eine Photovoltaikanlage geplant, die den Strom für den Eigenbedarf erzeugt und den Rest ins öffentliche Stromnetz abgibt.

Erstellt wird der Neubau durch die Immobiliengesellschaft Killer Work AG. Die Baukosten betragen rund 12 Mio. Franken. Vorgesehen ist die Bauvollendung im Herbst 2017, der Start der Produktion Anfang Januar 2018.