Mülligen

Kiesabbau «Lindenacher Ost»: Angemessene Entschädigung ist das Ziel

Das Kieswerk Mülligen.

Die Entschädigung für den Kiesabbau im Gebiet «Lindenacher Ost» ist ein Knackpunkt. Jetzt sucht eine gemeinderätliche Arbeitsgruppe nach Lösungen.

Die Absicht ist klar: Die Holcim Kies und Beton AG will den Kiesabbau erweitern im Gebiet «Lindenacher Ost», weil die Vorräte im heutigen Materialabbaugebiet «Eichrüteli» bald erschöpft sind. Die Rede ist von 5,4 Mio. Kubikmetern Kies.

Ursprünglich, war geplant, hätte die Gemeindeversammlung Mitte Juni dieses Jahres über die dafür notwendige Teiländerung der Nutzungsplanung entscheiden sollen. So weit kam es allerdings nicht. Der Gemeinderat Mülligen strich das Geschäft von der Traktandenliste, weil mit der Holcim Kies und Beton AG – noch – keine Einigung erzielt werden konnte über die sogenannte Inkonvenienzvereinbarung. Diese regelt, wie die Gemeinde entschädigt wird für die durch den Kiesabbau entstehenden Unannehmlichkeiten: Staub, Lärm, Verkehr oder Beeinträchtigungen der Landschaft.

Fünf Personen sind gewählt

Im «Mülliger Blatt» im Juli kündigte der Gemeinderat an, eine Arbeitsgruppe zu bilden «zur Bündelung der Interessen sowie zur Vorbereitung aller mit der Teilnutzungsänderung Lindenacher Ost zusammenhängenden Sachgeschäfte, insbesondere der Inkonvenienzentschädigung». Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich für die Mitarbeit zu melden.

Fünf interessierte Einwohner sind vom Gemeinderat an seiner Sitzung jetzt für die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe gewählt worden: Ruedy Baarfuss, Martin Bosshart, Heiner Bracher, Juerg Schwarz und Alfred Studerus. Weiter in der Arbeitsgruppe vertreten sind Gemeindeammann Ueli Graf (Vorsitz), Gemeinderätin Gabriela Ammann sowie Gemeindeschreiberin Valerie Deiss (Protokoll). Die Startsitzung findet Ende Monat statt.

Die Arbeitsgruppe hat nicht nur zum Ziel, die verschiedenen Aspekte des Projekts sowie die Höhe einer angemessenen Inkonvenienzentschädigung zu diskutieren. Ebenfalls sollen die Differenzen zwischen der IG Mülligen-Birrfeld und dem Gemeinderat bereinigt werden. Die IG Mülligen Birrfeld setzt sich seit einiger Zeit kritisch auseinander mit den Plänen der Holcim für die Erweiterung des Kiesabbaugebiets.

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