«Wir zeigen an unserer Ausstellung einen handverlesenen Querschnitt durch die Geschichte der Entwicklung des Automobils», sagt FaBaM-Präsident Toni Schuler. Schliesslich haben sich die Freunde alten Blechs aller Marken – wie das im Namen der Vereinigung zum Ausdruck kommt – der automobilen Vielfalt verschrieben. Die Freude an der Sache, an der alten Technik, steht im Vordergrund.

Ein Blick auf den Fahrzeugpark der Mitglieder zeigt aber auch, dass bei den FaBaM Marken-Snobismus keinen Platz hat. Das Spektrum reicht vom Rolls Royce Phantom II aus dem Jahre 1929 bis zum Fiat 600 aus spanischer Produktion und vom Mercedes Benz 230 A mit Jahrgang 1937 bis zum VW-Käfer und VW-Bus, die beide längst Kultstatus erlangt haben. Selbstverständlich fehlen Fahrzeuge britischer Kleinmarken, wie etwa TVR oder Reliant, ebenso wenig wie Fahrzeuge von Marken, wie der GM-Tochter Vauxhall, die einst in der Schweiz recht verbreitet waren, inzwischen aber weitgehend von den Strassen verschwunden sind.

«Einfach keine Vereinsmeierei»

Entstanden sind die FaBaM aus einem Treffen, zu dem im Mai 1997 Oldtimerfreunde aus der Region Brugg – unter ihnen der leider vor einigen Jahren verstorbene Brugger Arzt (und Mercedes-Fan) Christian Gschwind – zum Gasthof Vierlinden auf dem Bözberg gerufen hatten. «Die Devise war damals: Erst mal sehen», erinnert sich Toni Schuler, der zusammen mit Andreas Küng an diesem ersten Treffen dabei war. «Das Interesse hat uns dann aber völlig überrascht. Der Parkplatz war bumsvoll. Das hat uns natürlich Auftrieb gegeben. Wir haben gefunden, dass es offenbar an der Zeit sei, einen Club zu gründen. Christian Gschwind meinte aber: Ja nie ein Verein.» Andreas Küng präzisiert dazu: «Er wollte einfach keine Vereinsmeierei.»

Und so sind die Freunde alten Blechs aller Marken, die inzwischen rund 150 Mitglieder zählen, bis heute kein Verein, sondern eine lose Vereinigung, mit einem Vorstand zwar, einem bescheidenen Jahresbeitrag und einer Website, die demnächst neu aufgeschaltet wird (www.fabam.ch). In absehbarer Zeit könnte sich das, wie Toni Schuler sagt, allerdings ändern. Man trägt sich mit der Absicht, aus den Freunden alten Blechs aller Marken doch noch einen Verein zu machen.

Geselligkeit ist wichtig

Bleiben wird jedoch der Gedanke, der die Freunde alten Blechs aller Marken seit nunmehr 20 Jahren verbindet. Nämlich das Erhalten und Fahren von Motorfahrzeugen von alt bis neu. «Wir wollen in diesem Stil weitermachen», erklärt Toni Schuler, der sich selbst seit vielen Jahren der Marke Alfa Romeo verschrieben hat. «Unsere Ziele bleiben die gleichen.»

Bei diesen Zielen spielt die Geselligkeit eine wichtige Rolle. Neben einem monatlichen Stamm im Restaurant Post in Bözen treffen sich die Freunde alten Blechs zu gemeinsamen Ausfahrten und sonstigen Anlässen. «Wir sind keine Schräubchenzähler», meint Andreas Küng. «Wir wollen Spass haben.» Bei den FaBaM gibt es denn auch keine sogenannten Typenreferenten. Man gibt sich aber, wenn es um technische Probleme geht, Hilfestellung. «Und jeder kennt jemanden, der wieder jemanden kennt, der helfen könnte», sagt Andreas Küng, der selber vor einiger Zeit vom DKW Junior auf einen Citroën HP 5 aus dem Jahre 1922 umgestiegen ist.

FaBaM Oldtimer-Ausstellung im Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf; Samstag, 8. Juli, 9 bis 17 Uhr; Sonntag, 9. Juli, 10 bis 17 Uhr; an beiden Tagen spielt eine Swing- und Jazzband.