Region Brugg

Kanton investiert dieses Jahr Millionen für Strassen-Sanierungen – los gehts mit einem Grossprojekt

Autobahnzubringer Hausen: Die Visualisierung zeigt die neue Kantonsstrasse mit Anschlussrampe Windisch und neuem Brückenbauwerk, die mit der Südwestumfahrung Brugg/Windisch geplant sind. zvg/Kanton Aargau

Autobahnzubringer Hausen: Die Visualisierung zeigt die neue Kantonsstrasse mit Anschlussrampe Windisch und neuem Brückenbauwerk, die mit der Südwestumfahrung Brugg/Windisch geplant sind. zvg/Kanton Aargau

In diesen Gemeinden aus dem Bezirk werden mehrere Millionen Franken investiert in die Strasseninfrastruktur.

Insgesamt 200 Mio. Franken steckt der Kanton in die Strasseninfrastruktur in diesem Jahr: in den Neubau und die Umgestaltung von Kantonsstrassen, in den Werterhalt mit Belagserneuerungen und Belagsverstärkungen sowie Sanierungen von Brücken und Stützbauwerken, in die Lärmsanierungsmassnahmen und in den Ausbau des kantonalen Radroutennetzes.

Auch in der Region Brugg erfolgt der Baubeginn für verschiedene grosse, mittlere und kleinere Projekte. Die AZ hat beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) nachgefragt, welche Arbeiten wann genau vorgesehen sind.

Auenstein/Rupperswil: Zwei neue Brücken über die Aare und den Unterwasserkanal verbessern die Situation für die Fussgänger und Velofahrer auf der Kantonsstrasse. Diesen Januar hat der Regierungsrat das Bauprojekt genehmigt, das zwei neue 3,5 Meter breite Fuss- und Radwegbrücken beinhaltet. Gleichzeitig für die Realisierung bewilligt wurde ein Kredit von 6,3 Mio. Franken. Das BVU möchte die Bauarbeiten im Juni in Angriff nehmen.

Zwischen Rupperswil und Auenstein führt die Kantonsstrasse über zwei Brücken (Aarelauf und Unterwasserkanal). Parallel sollen neue Brücken gebaut werden. NRO

Zwischen Rupperswil und Auenstein führt die Kantonsstrasse über zwei Brücken (Aarelauf und Unterwasserkanal). Parallel sollen neue Brücken gebaut werden. NRO

Brugg: Mit der Südwestumfahrung Brugg/Windisch startet der Kanton im April ein Grossprojekt. Entlastet werden soll das Zentrum vom Durchgangsverkehr, angebunden der Entwicklungsschwerpunkt Brugg-Windisch an das übergeordnete Nationalstrassennetz. Voraussichtlich bis Ende 2022 sind die Arbeiten abgeschlossen. Gemäss BVU sind nach heutigem Stand vier Haupt-Bauphasen vorgesehen. Als Erstes realisiert wird der neue Anschlussknoten Kreisel West auf der Aarauerstrasse inklusive des Brückenobjekts und des Neuanschlusses Industrie, parallel die Anschlüsse im Bereich Windisch/Hausen. In der Folge werden die Erdbewegungen Westast durchgeführt.

Südwestumfahrung Brugg/Windisch: Der zukünftige Kreisel West in Blickrichtung Brugg.

  

Ebenfalls angedacht ist laut BVU, einen Grossteil der Verbindungsspange vorzuziehen. In der dritten Bauphase wird der Südast erstellt und am Schluss sind die Bahnübergänge sowie die Anpassungen auf der Aarauerstrasse an der Reihe. «Zurzeit ist der Unternehmer an der Optimierung des Bauprogramms», hält das BVU fest. Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten hat der Regierungsrat im letzten Dezember der Implenia Schweiz AG erteilt. Der Umfang des Auftrags beträgt rund 30 Millionen Franken. Während der Bauzeit werden Verkehrsbehinderungen unumgänglich sein, führt das BVU aus. Eingerichtet werden Umleitungen und Lichtsignalanlagen.

Brugg: Bereits im Januar hat auf der Zurzacherstrasse der Bau begonnen der Busspur zwischen der Haltestelle Kaserne und der Casino-Kreuzung. Durch diese Massnahme soll der Verkehr besser abfliessen. Die Busse können, lautet das Ziel, die Fahrpläne besser einhalten und erhöht wird ebenfalls die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Spätestens Ende August sollen die Tätigkeiten beendet sein. Die Investitionen belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Franken.

Brugg: Im Bereich des Bahnhofs ist geplant, die Lichtsignalanlage zu sanieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich von Oktober bis Dezember und kosten rund 0,4 Mio. Franken.

Brugg: Ab Oktober 2019 bis voraussichtlich März 2021 wird für rund 250'000 Franken die bestehende Lärmschutzwand Müllermatt verlängert. Während der Bauphase wird der Verkehr einspurig mit Verkehrsdienst oder mit Lichtsignalanlage geregelt.

Bözberg: Vorgesehen auf einer Länge von rund 2 Kilometern ist eine Belagssanierung von Oberbözberg, Einmündung Bächle, bis Ursprung. Nebst dem Belagsersatz erfolgt auch eine leichte Verbreiterung der Strasse von heute teilweise nur 4,9 Metern auf einheitlich 5,5 Meter. Zudem werden zwischen Kirchbözberg und Ursprung ein Trottoir auf einer Länge von 120 Metern realisiert sowie die Bushaltestellen Bächle in Oberbözberg und Kirchbözberg den neuen Anforderungen angepasst. Die Arbeiten kosten rund 4 Mio. Franken, sollen im April starten und bis Sommer 2020 dauern. Im Einsatz stehen zwei Equipen gleichzeitig, der Verkehr wird im Bereich der Baustellen einspurig geführt und mit Lichtsignalanlagen gesteuert.

Habsburg: Auf der Strecke vom Dorfeingang bis zum Anschluss der neuen Südwestumfahrung Brugg/Windisch wird die Kantonsstrasse auf einer Länge von rund 2 Kilometern saniert und verbreitert von heute stellenweise nur 4,7 Metern auf neu durchgehend 5,5 Meter. Auf rund 620 Metern sind überdies Leiteinrichtungen für Amphibien vorgesehen: Angeordnet werden die Betonwinkelplatten von etwa 60 Zentimeter Höhe entlang der Bankette. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Juli in Angriff genommen und bis Sommer 2020 dauern. Kostenpunkt: rund 4 Mio. Franken. Der Verkehr durch die Baustellen – es werden gleichzeitig zwei Equipen eingesetzt – wird mit Lichtsignalanlagen gesteuert.

Die Birrfeldstrasse soll umfassend saniert werden.

Die Birrfeldstrasse soll umfassend saniert werden.

Lupfig/Birr/Birrhard: Der Belag zwischen Birrhard und Lupfig wird auf der rund 1,6 Kilometer langen Strecke zwischen den beiden Kreuzungen Birrfeldstrasse saniert. Ausgeführt werden die Arbeiten für rund 3 Mio. Franken von April bis Oktober. Die Zufahrt zum Flugplatz ist gemäss BVU jederzeit gewährleistet. Der Verkehr durch die Baustelle wird mit Lichtsignalanlagen gesteuert.

Veltheim: Geplant ist der Einbau einer Schutzinsel Gehrenweg, um dem Veloverkehr einen Schutz zu bieten, der von der Esterhalde einbiegt. Erforderlich ist eine Verbreiterung der Kantonsstrasse. Die Arbeiten sollen im Juni und Juli ausgeführt werden und rund 200 000 Franken kosten.

Windisch: Von voraussichtlich März bis Oktober ist die Busbeschleunigung geplant entlang der Hauser- und Zürcherstrasse. Die Kosten werden auf 0,6 Mio. Franken geschätzt.

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