Villnachern
Kampf gegen Bahnlärm: Gemeinderat Villnachern reicht Beschwerde ein

Der Kampf gegen den Bahnlärm geht weiter in Villnachern: Der Gemeinderat wendet sich an das Bundesverwaltungsgericht mit seiner Forderung, die bestehende Lücke in der Lärmschutzwand bis zum Portal des Villnacherntunnels sei zu schliessen.

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Der Gemeinderat Villnachern setzt sich für eine durchgehende Lärmschutzwand ein.

Der Gemeinderat Villnachern setzt sich für eine durchgehende Lärmschutzwand ein.

Michael Hunziker

Die SBB planen, auf der Strecke zwischen Effingen und Brugg die Kapazität zu erhöhen. Die Rede ist von einer sogenannten Zugfolgezeitverkürzung. Dieser hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) ohne Vorbehalte zugestimmt. Will heissen: Die Einsprache des Gemeinderats Villnachern sowie sämtliche Einsprachen von Bewohnerinnen und Bewohnern aus Villnachern – mit der Forderung, die rund 400 Meter lange Lücke in der Lärmschutzwand im Gebiet Aergerten/Brüschen sei zu schliessen – wurden abgewiesen.

Nach internen Besprechungen des Gemeinderats und des «Initiativkomitee zur Bekämpfung des Bahnlärms in Villnachern» sowie unter Beizug des Rechtsanwalts Martin Lüscher aus Gränichen, Fachanwalt im öffentlichen Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht, reichte der Gemeinderat Villnachern gegen die Plangenehmigung des BAV eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.

Das BAV führe in der Plangenehmigung zwar aus, dass die Emissionen der Eisenbahnen dank besserem Rollmaterial trotz dem zu erwartenden Mehrverkehr leicht abnehmen werden, stellt der Gemeinderat fest. An dieser Aussage hat er allerdings seine Zweifel. Auch hat er Bedenken, ob die neuen Lärmgrenzwerte für Güterwagen ab 2020 durchgesetzt werden können. Ebenfalls weist die Behörde auf die für die Lärmentwicklung ungünstige topografische Lage hin – und den wegen der Lücke in der Lärmschutzwand schockartig anschwellenden Lärm.

Rückblick: Das Initiativkomitee bildete sich schon bei den vorgängigen Projekten, als es um die Erneuerung der Gleise-Infrastruktur ging. 2011 wurde eine Unterschriftensammlung lanciert. Im Mai 2014 äusserten sich die Vertreter von Gemeinderat und Initiativkomitee gegenüber der Aargauer Zeitung überzeugt davon, dass eine durchgehende Lärmschutzwand eine sofortige, spürbare und dauerhafte Verbesserung der Situation bringt. (mhu)

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