Windisch

Kabelwerke-Hochhaus: Die Natursteinplatten verschwinden

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Kabelwerke Brugg stammt aus den Fünfzigerjahren.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Kabelwerke Brugg stammt aus den Fünfzigerjahren.

Die Brugg Immobilien AG will eine provisorische Streckmetallfassade montieren am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kabelwerke.

Es wird als elegant und filigran bezeichnet: das ehemalige Verwaltungsgebäude der Kabelwerke Brugg. Mitte der Fünfzigerjahre erstellt, handelte es sich um das erste Hochhaus auf dem Areal. Der Zahn der Zeit hat aber auch an diesem Gebäude genagt.

Ein Windischer wies diesen Monat in einem Leserbrief auf die Löcher hin, die in der Fassade prangen, sowie auf die provisorische Schutzdecke, die über dem Eingangsbereich angebracht wurde. Er frage sich, was mit dem Bau passiert, ob eine Umnutzung geplant ist oder ob sogar ein Abriss droht.

Büroarbeitsplätze wurden in Grossraumbüro verlegt

Eigentümerin des ehemaligen Verwaltungsgebäudes ist seit einigen Jahren die Brugg Immobilien AG. Bis Ende 2019 war die Kabelwerke Brugg AG Mieterin des Gebäudes. Die Büroarbeitsplätze wurden mittlerweile verlegt in das Grossraumbüro an der Industriestrasse. Die Brugg Immobilien AG kündigte an, dass die Fassade saniert respektive ersetzt werden muss.

Bis 23. März liegt auf der Abteilung Planung und Bau in Windisch nun das Baugesuch auf für den Rückbau der Naturstein-Fassadenplatten sowie für eine provisorische Streckmetallfassade. Projektverfasserin ist das Brugger Architekturbüro Tschudin + Urech AG.

Die Grundeigentümerin ist zuständig für die Sicherheit

In den Unterlagen wird darauf hingewiesen, dass die Grundeigentümerin verantwortlich ist für die Sicherheit des Gebäudes. Vermieden werden soll, dass es zu einem Unfall kommt, weil Natursteinplatten herabstürzen. Vorgesehen ist deshalb die Demontage der vier Natursteinplattenschilder auf der Nord- und Südfassade. Anschliessend werde entschieden, ob sich eine Betonsanierung bereits zu aktuellen Zeitpunkt aufdränge.

Aus gestalterischen Überlegungen montiert werden soll eine Streckmetallfassade. Diese Massnahme mit dem gitterartigen Material betrachtet die Brugg Immobilien AG «als notwendige Zwischenlösung bis klar entschieden ist, wie mit dem ehemaligen Bürogebäude umgegangen werden soll».

Zur Erinnerung: Betreffend der Nutzung der Liegenschaft an der Grenze zwischen Windisch und Brugg sind Abklärungen im Gang. Der Knackpunkt: Eine Nutzung des Gebäudes für eigene Zwecke zieht die Gruppe Brugg derzeit nicht in Betracht, Drittnutzungen sind gemäss neuer Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde Windisch allerdings nur zeitlich befristet als Zwischennutzungen möglich.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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