Die Geschäftsstelle des Juraparks Aargau befindet sich ziemlich abgelegen im Bözberger Ortsteil Linn – im ehemaligen Schulhaus. Ab Mai 2016 arbeiten zehn Personen mit Teilzeitpensen (total 635 Stellenprozente) beim Jurapark. Weitere Aufgaben werden auf Mandatsbasis erledigt. Der etwas versteckte Standort der Geschäftsstelle in Linn bietet regelmässig Diskussionsstoff, weil er weit weg von den potenziellen Kunden ist.

Auch Jurapark-Präsident Thomas Vetter sagte 2012 wenige Monate nach seiner Wahl: «Der momentane Sitz der Geschäftsstelle ist aus meiner Sicht nicht vorteilhaft. Es ist allerdings nicht das vordringlichste Thema, das wir bearbeiten müssen. Wir werden uns dieser Frage annehmen, sobald genügend Ressourcen vorhanden sind. Gedankenspiele dazu haben aber bereits stattgefunden.» Mittlerweile wurde die Geschäftsstelle personell aufgestockt und die Tätigkeitsfelder für die Vier-Jahresplanung 2016–19 definiert. Wie steht es nun um den Standort Linn?

Arbeitsgruppe sieht auch Vorteile

Präsident Thomas Vetter sagt dazu: «Wir haben 2014 eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vorstand und Geschäftsleitung, beauftragt, eine Standortevaluation vorzunehmen.» Die Arbeitsgruppe sei zum Schluss gekommen, dass die momentane Situation auch Vorteile aufweist, vor allem bezüglich Raumangebot und den tiefen Mietkosten. Denkbar sei zudem eine Trennung zwischen «Info-Point» respektive «Visitor-Center» und den Arbeitsplätzen der Geschäftsstelle, wo hauptsächlich Projektarbeit erledigt wird, fährt Vetter fort.

Wo wäre denn ein sogenannter zentraler «Info-Point» realisierbar? Jurapark-Projektleiterin Anna Hoyer erklärt: «Schon heute haben wir bei der Info-Stelle von Brugg Regio im Kulturhaus Odeon in Brugg, bei weiteren Tourismuspartnern, bei diversen Genuss-Strassen-Restaurants sowie in Dorfläden verschiedene Materialien aufgelegt.» Auch das Naturama in Aarau gibt Infos ab. Dort sei ein Ausbau angedacht. Zudem sei in den nächsten vier Jahren eine Machbarkeitsstudie zum Thema Naturpark-Zentrum vorgesehen.