Remigen

Jurapark-Beitritt: Stimmvolk hat das letzte Wort an der Urne

Die Gemeindeversammlung in Remigen Anfang September fand draussen statt.

Die Gemeindeversammlung in Remigen Anfang September fand draussen statt.

Das Referendum gegen den Entscheid an der Gmeind ist zustande gekommen.

Anfang September hat der Souverän an der Einwohnergemeindeversammlung den Beitritt zum Jurapark Aargau ganz knapp mit 28 zu 29 Stimmen abgelehnt. Konkret ging es um den zehnjährigen Vertrag mit dem Trägerverein sowie Folgekosten von jährlich fünf Franken pro Einwohner.

Aus Winzerkreisen wurden daraufhin in Remigen Unterschriften gegen diesen Versammlungsentscheid gesammelt und am letzten Freitag bei der Gemeindeverwaltung abgegeben. Das Referendum ist zustande gekommen, wie Gemeindeschreiber Jonas Hürbin am Montagmorgen auf Nachfrage sagte. Um eine erneute Abstimmung über dieses Traktandum an der Urne zu erwirken, wären laut Hürbin 144 Unterschriften nötig gewesen. Eingereicht wurden am Freitag total 215 gültige Unterschriften. Möglich war, dass am Montag noch weitere Unterschriften nachgereicht werden, weil die Sammelfrist erst dann ablief. Zur Urnenabstimmung dürfte es am allgemeinen Abstimmungssonntag, 29. November, kommen.

Sämtliche Jurapark-Mitgliedergemeinden sowie neue Kandidaten, welche die Kriterien für den Naturpark erfüllen, haben in diesem Jahr über die zweite Betriebsphase von zehn Jahren zu entscheiden. An über einem Dutzend Gemeindeversammlung ist das Traktandum widerstandslos gutgeheissen worden.

Auch in Remigen schien das Geschäft im Vorfeld der Gemeindeversammlung unbestritten. Der Gemeinderat hatte den Stimmberechtigten die Aufnahme beantragt, «um die Attraktivität der Gemeinde zu erhöhen und der schönen Natur in und um Remigen mehr Beachtung zu schenken». Die Vorteile, die für die Gemeinde mit einem solchen Schritt verbunden sein sollen, konnten nicht alle überzeugen. Von den total 859 Stimmberechtigten in Remigen waren an der Gmeind 65 anwesend. Die Jurapark-Gegner fanden, das Geld könne andernorts sinnvoll investiert werden.

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