Brugg
Jungwacht Blauring baut eine Stadt und erwartet 2500 Menschen

230 Liter Salatsauce, 350 Kilo Hackfleisch und über 20000 Stunden Freiwilligeneinsatz. Diese Zahlen zeigen die Dimension des bevorstehenden Kantonstreffens von Jungwacht Blauring (Jubla), wie es nur alle zehn Jahre im Aargau stattfindet.

Claudia Meier (Text und Foto)
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Ehrenamtlich und mit Herz dabei: Kathrin Schmid und Remo Fischer.

Ehrenamtlich und mit Herz dabei: Kathrin Schmid und Remo Fischer.

Auf der Aareinsel Geissenschachen in Brugg werden die Scharen unter dem Motto «JublaCity» am Wochenende in einer eigens für sie erbauten Stadt leben.

«Brugg liegt zentral und ist für alle gut erreichbar», sagt Kathrin Schmid, Presseverantwortliche. Seit drei Jahren hilft sie bei den Vorbereitungen mit. «Es ist Tradition, dass die Kantonsleitung alle zehn Jahre ein Treffen organisiert», sagt Remo Fischer vom Ressort Öffentlichkeitsarbeit. Im Idealfall können alle Jungwacht- und Blauring-Begeisterten mindestens einmal im Leben an einem Kantonstreffen teilnehmen. Sei es als Kind, Gruppenleiter oder Helfer.

Die Regionen lernen sich kennen

«Mit dem Treffen soll scharen- und regionenübergreifend die Zusammenarbeit gestärkt werden», so der 22-jährige Remo Fischer. «Das Gemeinschaftsgefühl wird erlebbar. Die Teilnehmenden erfahren, dass es im Aargau noch 2500 junge Menschen gibt mit gleichen Interessen», ergänzt die Fricktalerin. Die 30-Jährige doppelt nach: «Das Treffen ist auch als Dank für die Leiter zu verstehen, die jahraus, jahrein die Gruppenstunden, Anlässe und Lager organisieren.» Im Aargau gibt es 67 Scharen. Eingeladen sind zudem vier Gastscharen aus Binningen-Bottmingen, Hünenberg, Trimbach und Chur.

Hier gibt es die Videos zum Anlass

Verschiedene Videos zum Jubla-Kantonstreffen gibt es hier.

Die Jugendorganisation ist mit der katholischen Kirche verbunden. Die Konfession ist aber für die Teilnahme kein Kriterium. Fischer aus Birmenstorf betont: «Wir sind für alle offen. Es geht vor allem darum, wie wir miteinander umgehen, und um die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten, die vielleicht eine christliche Tradition haben.»

Eine Stadt zum Wohlfühlen

Die JublaCity ist eine Stadt für Kinder und Jugendliche. «Uns ist es wichtig, dass sich die Teilnehmenden sofort zu Hause fühlen in der JublaCity», sagt Schmid, die bereits ein Kantonstreffen miterleben durfte. Sie bietet alles, was zu einer Stadt gehört: Stadtbüro, Bauamt, Krankenhaus, Polizei, Kino, Kirche, Schönheitssalon, Einkaufszentrum und sogar eine Fernsehstation. «Es ist aber keine hierarchisch organisierte Stadt», stellt Schmid klar. Ein Architekt, eine Bauplanerin, ein Erfinder und ein starker Bauarbeiter werden die Stadtbevölkerung als Leitfiguren während des Kantonstreffens begleiten. «Kreativität ist für die Jubla sehr wichtig und kann in einer Stadt gut ausgelebt werden», sagt Fischer.

Ein Stadtführer gibt den Teilnehmenden detailliert Auskunft über das Angebot. In den drei Stadtteilen CitySport, CityCube und CityLife finden Gruppenaktivitäten im sportlichen und gestalterischen Bereich statt. Bis zum Sonntagmittag werden alle Kinder und Jugendlichen diese Stadtteile kennen gelernt haben. Nach kurzweiligen 31 Stunden wird das Grossereignis bereits vorbei sein.

Mit über 5000 Mitgliedern ist Jungwacht Blauring der grösste Jugendverband im Kanton Aargau. Benevol Aargau vergab dem Projekt JublaCity in der Sparte «Organisation» im Herbst 2011 erstmals den Aargauer Freiwilligenpreis.